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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 253

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 253 (sequence 5)
Language
German
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Die »euere fütifcbo i'iti'Wtnv und i(n׳c Bedentmig. 253 Mäsiguug i'tatffinbcii und bei• O'cfimbhcit des Knaben durchaus nicht nachtheilig sein; fruchteten sie nichts, so sollte mau sie nicht wiederholen, auch den ungelehrigen Schüler nicht sogleich anS der Schule entlassen, sondern der Erwartung leben, das; vhrgesühl ihn doch am Hilde dahin bringen werde, mit mehr Aufmerksamkeit;!!;uhören (Baba batra 21a und Nascht das). — Nus die Gesundheit der Jugend ward überhaupt mehrfache Nücksicht genommen, auch daraus, das die Ultern stets im Staude blieben den Unterricht;11 überwache», so das auf diese Weise die häusliche Gr;iehu»g mir dem öffentlichen lturerrichte Hand in Hand gehen tonnte. So war an den Sabbattageu der Unterricht;war nicht gau; snspendirt (vgl. meinen vorigen Brief. S. 27. d. Falirgang.); es dursten aber an diesen Tagen neue Lehrgegenstände nicht begonnen, sondern bl00 das Alte, von den Kinder» bereits Gelernte wiederholt werde». Als Gründe sind angegeben, dasi dao U7lerne» »euer noch!licht gekannter Gegenstände theils gespanntere Aufmerksamkeit erfordert, daher auf die Berdauung der Kinder, die am Sabbat mehr Speise!!;11 sich nehmen und deshalb weniger Anstrengung vertragen können, nachtheilig wirken möchte,!Heils aber auch dadurch die Gltern, die den! Unterrichte ihrer Kinder sorgliche rheiknahme widmen, von ihren sabbarlichen Erholungen abgehalten werden würden (Nedar. 3711). — Weitere Ferien als;. B. an Halbseiertagen, Rüstcagen der Feste 11. s. w. waren damals noch nicht üblich und kamen erst später auf. Unterbrechungen im Unterrichte wurden überhaupt im höchsten Grade gemisbilligt; ״selbst wenn der Bau des.Tempels;11 Jerusalem in Frage stünde talo das!vichtigste religiösnationale Greignis). darf um deswillen keine Schiilversäuinnis statcsinden", lautet ein talmudischer Ausspruch (Sabbat 111M>). Der Unterricht ward aucl> äusieriich mit der erforderlichen Ordnung und Gemessenheit crtheilt. kö gab besondere Schulinspectoren (1w-Lw wuwv), die daraus zu sehen hakten, das die Schüler zur bestiminten Stunde in das Lehrhaus gingen und dasselbe nach beendigtem Unterrichte in geordneter Schaar wieder Verliesen. Selbst ansehnliche Gelehrte wurden;»weilen mit diesem Amte betraut und fanden sich dadurch in ihrer Würde gehoben (Ghulin 51!, und Raschi das). — Nicht minder war für die Lehrweise selbst eine geeignete Methode eingeführt.

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