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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 252

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 252 (sequence 4)
Language
German
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2-52 Die neuciv jüdische i'itcvatiu• »»d ilirc Bedeutung, (wie unsere heutigen WcfeUvollen in der Synagoge) cvtheilr lvurde und weitere grammatikalische Hnlfslehrbücher nicht ecistirren, so mußte um so mein׳ darauf gesellen iverde», das; der Vei,rer der Sprache mäcktig und den Bibellert covvcct anszusprechen im brande fei, wenn nicht die schädlichsten Irrthü- >ner für die Lernenden daraus erwachsen sollten, wovon der Talmud <B. balra a. a. Ost 'Beispiele mitlheilt. (sin Lehrer, der obgedachte Eigenschaften besinr, ist daher, selbst wenn seine übrigen Kenntnisse nicht so nmfangreich sind, nach der recipirten Haiacha jedem Andern vorznziehen (a. a. Ost — Um die Kenntnis; des Urtenes der heil, Schrift zu erleichtern und über- Haupt Geläufigkeit in Handhabung der hebräiswen Sprache 7» erzielen, wurden die Knaben schon in früher Engend zum hebräisck sprechen angehalken;nid darin geübt, worin Bäter, die Anspruch aus Religiosität rind Bildung machten, vornehm- (ich in Palästina, mit gutem 'Beispiele vorangingen, (3ifri zu Deut. 11, 11), und jerns. Sabbat I, 3.) — Neben dem 'Bibelnnterrichte wurden die .Kinder auch in der Liturgie und Kenntnis; der Benedirtionen unterwiese». Erwachsene, selbst in anderen Lehrgegenständen wohlnnkerrielitete Männer, wenn sie über Einzelner? in gedachtes Fach einschlageude belehrt sein wollten, stellten sich dalier zuweilen an den Ausgang eines Schulhanfes und befragten den ersten ihnen zufällig entgegenkommenden Knaben über Das, war? sie zu wissen wünschten, wo sie auch gewöhnlich richtige Auskunft erhielten (Erubin 281»,), —׳ Erst wenn der Knabe das Alter erreicht hatte, wo eine genauere Kenntnis; und größeres Bertrantsein mir der ganzen heil. Schrift bei ihm vorauszusetzen war, begann das Erlernen der Mischna, woraus weiterhin tieferes Eingehen in die Ha-!achol (Ritual- und Nechtsgesehe und deren mit Dialektik perbnndene Nachweisung ans Bibel und Tradition) und in reiferem Alter auch in die Hagadot (allegorisch-philosophische Libelauslegungen, Erzählungen, Parabeln, Mythen 11. dgl.) folgte, Gewöhnlich war das 10, Lebensjahr zum Anfang des Mischna-CursnS bestimmt, doch richtete man sich hierbei nach den verschiedenen Fähigkeiten der Kinder; erst nach erreichtem 12. Lebensjahre nahm man es ernster und wendete gegen die Faulen und Nachlässige» körperliche Züchtigung an (Ketubot 50 n). Doch durften derartige Züchtigungen nur mit großer

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