Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Literarische Berichte
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 3)
- Language
- German
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244 Necmsiorien und Anzeiger. בנויים lesen mufi, wie ich und) nach einer nochinaligen Vergleichung des Leipziger Eoder überzeugt habe. — Z) Eine Handschrift der Pariser Bibliothek (ancicn fonds No. 318) enthält eine kleine Abhandlung, die im Epigraph NNO ppn הנפש genannt wird. Sie ist aber nichts Anderes als die Einleitung zum ם׳ חחכמוני oder 5הכרוני) von S abtai Donolo^). Sie heginnt 0וד ה׳ ^ר^איו (f. Geiger, Melo Ehofnajiltt S. 33 hebr.), sucht die Anthropomorphismen von Gott zu entfernen — was ein Kampf gegen die französische Richtung zu sein scheint — und erklärt Genes. L, 2f>, indem Donolo eine Teleologie des mcufcf)Itcf;cu Körpers liefert und nachweist, daß der Mensch ein Mikrokosmos sei. Nun fand ich, daß in dem anonymen Werke ן אורחות צדיקים) gegen Ende das ganze ausführliche Bild des menschlichen Mikrokosmos — das auch in שבט מופר Eap. 40 ausgenommen ist — wörLlich dieser Einleitung Donolo'ö entlehnt ist, ohne daß die Quelle genannt wird^), und 5) Beide Namen sind richtig, indem man 2 Sam. 23, 8 תת:מוני and 1 Chronik 11, II ח:מוני liest. 6) Hr. Goldbcrg, der mir das Stück copirte, hielt eö für eine besondere Schrift Donolo'S. Indessen scheint eö oster besonders abgcschricben worden zu sein, da mail Iezira-Cemmentare von Donolo ohne diese Einleitung an! häufigsten findet. Das Zuverlässigste über Donolo hat Luzzatto im ersten Hefte seines ״il Giudaismo illustrato“, und bcachtenswerthe Forschungen lieferte S. Sachs in Ha-Iona S. 53 ff. Die vollständige Donolo-Litcratur werde ich an ein ein andern Orte geben. 7) Eigentlich nennt der Vers, selbst in der Vorrede sein Werk ם׳ מדות . 8) ES ist eine eigentümliche Erscheinung in der jüd. Literatur, daß viele Werke musivisch aus den Schriften Anderer zusammengesetzt sind. Frappante Beispiele sind .שבילי »»נד von Aldabi und שבט מוסר, die eine große Anzahl fremder Werke benutzten und manches, das selten geworden, enthalten. — Wie wichtig dieser Punkt der anonymen Entlehnung für die Literaturgeschichte ist, mögen folgende Thatsachen beweisen. Der Piut des ראב״ן für den zweiten Abend des WochenfefteS, auf. אנכי ראש לדברות הבאיר, vertheilt die 013 mosaischen Vorschriften unter die einzelnen Gebote des Dekalogs. Heidenheim, der in dem Buche מאמר השכל dieselbe Vertbcilung und genauer erläutert fand, machte nun alle Anstrengungen, dieses die in Nach man i'S Pentateuch-Eommentar zerstreuten kabbalistischen Elemente unzählige Mal benutzende Buch, gegen jede gesunde chronologische Anschauung, dem R. Eliescr aus Mainz zu vindiciren! Indien hatte Sa ad ja bereits, sowohl in seinem handschriftlichen Jczira-Commentar wie in einer besondern Schrift über den Dekalog (ftelje Dukes, Nachal Kedumim S. 3), diese Vertheilung vorgerwmmen und nachgewiesen, und ihm haben sie N. Elieser auö Mainz und der Vers des «אמר תשכל entlehnt! Ferner bringt Heidenheim zur Erläuterung des genannten Piut