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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 6 · p. Seite 237

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 237 (sequence 4)
Language
German
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SRcccnftoitcu und Anzeigen. 237 lichen Bibliothek vorkommt, am Rande eines im Besitze des Herrn Carmoly befindlichen römischen Machsors, wo es beißt (vgl. Jsr. Annal. 1839, p. 222), daß König (Sari den N. ÄLoscheh Saken aus Nom mitnahm und in Mainz am Rhein im Jahre 719 nach der Zerstörung Jerusalems (789) ansiedelte. Schon Carmoly bemerkte hierbei, daß hier Carl d. Große gemeint sei, -er wirklich in jenem Jahre in Rom war. Wenn aber Jost 100. eit. behauptet, daß dieses Datum nicht zutreffe und daß wohl ein Fehler in der Jahreszahl sein müsse, so dachte er wahrscheinlich an die Krönung Carls d. Großen in Nom, die allerdings erst 800 stattsand, vergaß aber, daß dieser große Regent schon 787 in Nom war und nachdem er von dort Lehrer der Grammatik und Arithmetik mitgenommen hatte, sich an den Rhein begab und in Worms eine Versammlung abhielt, in welcher er and) den Herzog Tassilo von Baiern zu erscheinen anfforderte. Da nun Gar! d. Gr. zur Belehrung seiner Völker aus Rom Lehrer der Grammatik und Arithmetik mitnehmen wollte, so ist es ganz natürlich, daß er auch einen Juden mitnahm, da die Arithmetik wenigstens zu jeder Zeit von diesen eifrig betrieben wurde. Unter den verschiedenen Personen nun, welche nach dem Verfasser des Rokeach (vergl. Napoport Kalir piig. 112) von der Tiber an den Rhein versetzt wurden und die sich wie es scheint in der Arithmetik und vielleicht auch durch die Keuntniß einiger Sprachen auszeichneten, befand sich nach dem Willen der Vorsehung and; ein gelehrter Rabbiner, der die Inden Deutschlands in den Lehren des Judenthums unterweisen konnte. Darin aber, daß dieser Rabbiner von Einigen N. Moscheh ben Kalonymos, von R. Joseph (Sohen dagegen R. Kalonymos genannt wird, findet Herr Luzz. keinen Widerspruch, indem Earl d. Gr. den Vater sammt dem Sohne mitgenommen haben konnte., und während der italienische Geschiehtschreiber wie natürlich den Naiuen des Vaters angibt, merkten sich die Deutschen mehr den des Sohnes als desjenigen, welcher, nachdem er herangewachsen war, den Vater an Ruhm überstrahlte. Uebrigens ist der Bericht des R. Joseph ha-Cohen insofern genauer als der bei N. Eleasar, dem Vers, des Nokeach, und bei R. Sa!. Luria, als er zu dem Namen des N. Kalonymos, obwohl er diesen איש רומה nennt, noch das Wort מלוקה fügt, wie mau ihn wohl auch genannt haben mochte, weil vielleicht sein Vater oder Großvater dort wohnte und stimmt R. Joseph Cohen somit mit den alten Chroniken überein, welche bezeugen, daß Carl d. (Kr. aus Nom mehrere Lehrer der Grammatik und Arithmetik mitgenommen habe. Die zweite Skizze betrifft R. Schabtai Donolo, einen Sarden, Frankel, Monatsschrift. III. 0. fg

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