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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 6 · p. Seite 236

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 236 (sequence 3)
Language
German
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ן 236 Meccnftoncn und Anzeigen. auf die (Gegenwart dieselbe geblieben sei, finkt Herr Luzzatto in der ersten Abhandlung das Wesen des Judenthums in dem Principe der göttlichen Vorsehung und der Liebe, Humanität und Gerechtigkeit erzeugenden Erbarmens, von denen jene sich ebensowohl auf Änderndenkende erstrecke, wie dieses auch gegen letztere Pflicht sei; und weist in der zweiten den Vorwurf zurück, als enthalte das Judenthum irgend welche inl'umane oder antisociale Lehren, indem er die für eine solche Behauptung vorgebrachten Scheingrlmk aus vielfachen Stellen der h. Schrift und der Nabbinen widerlegt. Ohne auf den Jnbalt dieser beiden Abhandlungen weitläufiger einzugehen, tuenden wir uns der interessanteren dritten zn, welche die hebräische Literatur in Italien behandelt. Italien, welches die Wiege der hebr. Literatur im Occidente war, hat den Ruhm, in den zehn Jahrhunderten, welche die genannte Literatur in Europa zahlt, Europa und Afrika ausgezeichnete Lebrer gegeben, in verschiedenen Zweigen, des Wissens berühmte Männer her- Ungebildet, große Schriftsteller und klassiscbe Werke erzeugt, die ältesten hebräische Druckereien besessen und eine große Anzahl der vorzüglichsten Editionen geliefert, hervorragenden Geistern zur Fortsetzung und Veröffentlichuug wichtiger Arbeiten eine gastfreundliche Ausnahme gewährt und endlich die seltensten Handschriften vor dem Untergänge bewahrt zu haben. Aus der reichen Geschichte der hebr. Literatur dieses Landes legt uns nun Herr L. einige Skizzen vor. Die erste betrifft Kalonymos und dessen Sohn Moscheh in Nom um 787. Letzterer, der auf Veraulassung des Königs Earl von Lncea nach Mainz auswauderte und zu dessen späteren Nachkomnlen der 1216 verstorbene N. Jehuda der Fromme gehörte, ist bekanntlich durch Rapoport (vergl. dessen Aumerkungeu zu N. Nathan und zum kalir) zuerst zu allgemeiner Kenntnis; gelangt. Dieser Gelehrte war es auch, der in Folge dieser Auswanderung der jüdischen Gelehrsamkeit in Deutschland einen italienischen Ursprung nachwies und die Behauptung aussprach, daß jener König der «76 in Nom zum Kaiser gekrönte Karl der Kahle gewesen sei, wonach Ln km Datum תחמט frei N. Salomo Luria ein Druckfehler angenommen und dafür ההט gelesen werden müßte. Herr Luzz. widerspricht dieser Behauptung, da Karl der Kahle niemals jenseits des Rheins geherrscht habe, sondern vielmehr in Andernach am linken Rheinufer geschlagen worden sei und meint vielmehr, daß jener König Carl der Große gewesen. Hierfür sprechen zwei Belegstellen, nämlich die eine in dem nunmehr gedruckten עמק הבכא, wo 13 von Carl dem Großen erzählt wird ויבא עטו את ר׳ קלוגימוס מלוקה רומה, und eine andere, die übrigens auch im Codex 174 der Pariser öffent-

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