Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Analekten
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829171-2853114--01715-2853158- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
232 Wissenschaftliche Aufsätze. נפש, sondern zu den vorhergehenden Worten der Mischua (Nidda f>2n); כל! שלא טעם כלום (um* Maimonides in der Tbat durch כשלא יאכל אדם דבר מכעהב crftart) und die eigentliche Erklärung 9t. E.hananel's zu הלוקח נפש, mit welcher Aruch nach ftmer Gewohnheit gelegentlich die über כל שלא טעם כלום vertu,lld,u, ist ausgefallen. Was hat man nun über jene merkwürdige Ucbereinstimmung so vieler Stellen im Kommentar zu M. mit dem Arnch zu denken? Sollte Nasch! den Arnch an so vielen Stellen wörtlich benutzt haben, ohne ihn einmal zu nennen? Das ist Naschr's Art überhaupt nicht; aber eine solche Annahme ist schon deshalb nicht statthaft, weil Nasch! offenbar nur eine sehr unvollständige Mcimtmf’ vom Arnch batte; er führt ihn nur einmal (Sabbat 13 b) an, und erklärt an vielen Stellen, wo er sich aus dem Aruch hatte Belehrung holen können, daß er keine Erklärung zu geben vermöge. — Aber die Sache löst sich ganz einfach, wenn wir, auf die zu Anfang dargelegten Zeugnisse gestützt, in A. Gerson den Verfasser des Eommentar'ö zu Moöd Katan erkennen. Unter dem zu M. K. 6n angeführten מורי הזקן ist demnach N. Leoiitin^), der Lehrer N. Gerson's, zu verstehen. II. Quellen ded Aruch. Aus dem Vergehenden ist ersichtlich geworden, an wie vielen Stellen Aruch die Eommentarien N. Gersons benutzt bat, ohne sie zu nennen. Eine Charakteristik des N. Nathan b. Jeehiel ist eben desbalb so schwierig, weil eine fortgesetzte Untersuchung der von ihm benutzten Quellen das Werk als eine Compilation älterer Eommentarien erscheinen laßt, die n!lS zum Tbeil verloren, zum Theil noch in Bibliotheken vergraben sind. Zur Gewinnung eines richtigen Standpunktes mögen folgende wenige Bemerkungen dienen: Aus Aruch ר,in, wo es heißt: רועד בעלמא פירוש לשרן פרסי רון יום גר שכיר כלומר שמא שכי־י יום ר\א könnte man auf eine Bekanntschaft N. Nathau's mit der persischen Sprache schließen; aber aus N. Samuel b. Meir zu Baba Batra 122 0. ist ersichtlich, daß diese Erklärung dem R. Ehananel angehört. — Eben so ist der lange Artikel ספקלר mit dem Schluß: אבל לפרש יוחר מזה בחור השכינה לא ניחנה רשות dem Ä. Ehananel zuzuschreiben, wie aus den Chiddnschim des N. Mose b. Nachman zu Jcbamot (49 a vgl. auch En Jakob 7) Schaars Dura Nr. 48 vgl. Schem Ha-Gedollm II, 5 ,ג. <S. 21 ed. Bsnjacob.)