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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 5 · p. Seite 202

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 202 (sequence 6)
Language
German
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202 üleccnfi oitcn und Anzeigen. toi* Sinn der Stelle S. 6!>, welche der Herausgeber S. XX für unklar l'ält.j — Cb (wie die Mnotazilen meinen, vgl. Moreb IN, 17) auch 5hieve und fleine Binder Vergeltung zu erwarten baden, wird verneint. Die Vergeltung ist durchaus nicht körperlich. — Polemik gegen die Lebrc von der leidlieben Auferstehung. Die betreffende Stelle cm Daniel ist blos varabvlistb zu nehmen, wie viele ähnliche Stellen in der heil. Scbrist, die dein allerhöchsten Wesen mcnschli^e Functionen u. dgl. beilegen. Seine Ansicht motivirt er ausführlich und schließt mit den Worten! ״Würde inan sagen, daß ich sonach die Belebung der Todten gänzlich leugne, mithin einen Hanptgrnndsajz der göttlichen Veln*e verlier ne, so er wiede re ich hieraus, daß ich diesen Grundsau vielmehr in höherem Maaße bestätige, mit größerer Wahrheit und auf einleuchtendere Weise als ihr eS tl׳nt, wie ich zuletzt noch erklären werde." — (>s folgt nun eine Digression über die geistige Berge!-' tnng tm Jenseits, wobei er jedoch nicht zu viel offenbaren will, da die Gewalt dev Begierden, die!borbeit und Verblendung, die seinen Zeitgenossen inwobnen, solchen Mittbeilnngen nicht günstig sei. — Znletzt gibt er seine Ansicht dahin zu erkennen, daß eigentlich drei Zeiträume erisliren: diese Welt, die zukünftige Welt, wo alle Mettscheu nach ihren diesseitigen Tbaten Lohn oder Strafe zu gewärtigen haben, und die Zeit des Messias, wo die Patriarchen, Propheten, Märtyrer und Frommen ,anferstcben und, wie einst Moses ans dem Berge Sinai ohne leibliche׳Nahrung, blos im Anschauen des höchsten Nichts erhalten bleiben. Dies ist jedoch vielleicht nur ein Auskunftmittel, um fick vor Verkehrung zu schilpen, denn sodann kommt er doch wieder darauf zurück, daß das wahre Leben der Gerechten nur in der zukünftigen Welt sei, wo sie den Abglanz ihres' Schöpfers und das ewige Gut erschauen werden. — Dem in chebräisebcr Sprache edirten Werkchcn geht eine deutsche Umleitung des Herausgebers voraus, worin in 8 §. §. über die Bcdeutung der jüdischen Literatur in Spanien, über Leben und Schriften unscrs Autors, von den Zeugnissen und (vitaticnicn desselben bei späteren Schriftstellern, vom Mikrokosmos, über die religiösen Zustände zur Zeit des R. Joseph, über die Gharakteristik des vorliegenden Werkes, von der hebr. Uebersetzung, die der Herausgeber nach einer (jedoch noch anderweit zu begründenden) Vermuthung dem Moses Ihn Dibbon (vom Gditor ״Tabbon" genannt) znschreibt. und von den Handschriften, die ihm zu Gebote standen, viel Interessantes und in beredtem Style mitgcthetlt wird. Manches was daselbst blos aphoristisch angedeutet tft, haben wir in gegenwärtiger Anzeige weiter ausgeführt. Manches

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