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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 4 · p. Seite 162

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 162 (sequence 4)
Language
German
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m OicccnftoMCU und Anzeigen. Peer bador Bl. 28.) ״daß er das gedachte Werk zwar nie zu Gesicht bekommen habe, doch den Verfasser kenne uud seinen Werth sowie den seines Buches anerkenne, obwohl (אף muß vor כי supplirt werden, wenn die Stelle einen richtigin Sinn haben soll) er wahrscheinlich darin nach der Weise der Anhänger der Attribute (d. h. Derjenigen, welche den göttlichen Attributen besondere von seinem Wesen getrennte Existenz beilegten) verfahren sei" (wogegen bekanntlich Maimonides polemisirtej. Cs wird sich weiter zeigen inwiefern das vorliegende Merkchen diesen Vorwurf rechtfertigt oder nicht. — Nachdem nun in neuerer Zeit Dukes einige kleine Stellen ans jenem Werke nach der auf der Hamburger Stadtbibliothek befindlichen Handschrift mitgetheilt, hierbei (Or. 1849. (v>L 284) die Bermutbung aussprechend daß das Original in arabischer Sprache geschrieben sei, und Zunz (bei M. Sachs, religiöse Poesie der span. Juden S. 289) eine kurze Inhaltsanzeige desselben gegeben, auch andere Gelehrte noch aus jenen Antor und sein Werk ausmerksam gcmacbt hatten, war man auf dessen Inhalt, welcher auf die vormaimonidische Behandlung .der Philosophie bei den spanischen Inden vieles Licht zu werfen im Stande sein mußte, um so gespannter. — GS ist daher ein sehr anerkennenSwerthes Verdienst Iellinek's, daß er weder Zeit noch Mühe scheute die nurgedachte Hamburger Handschrift des vorliegenden Merkchens, mit wesentlichen Textverbcsserungen und vorgedruckten Varianten nach einem in der königl. Bibliothek zu München befindlichen Codex, zum erstenmale zu ediren und so ein Crzcugniß aus jener blühenden^Epoche der jüdischen Literatur der Bergessenheit zu entreißen*). — 1) Ich ergreift diese Gelegenheit, um mich hinsichtlich einer Aeufierung des gelehrten Editors (S. XVI s. soeben erschienenen Schrift ״Philosophie und Kabbala. 1. Heft") in Betreff dessen was ich über sein ״Thomas von Aquino" (d. MonatSschr. vor. Iahrg. S. 154) sagte, zu rechtfertigen. Eben weil ich anerkenne, daß die echte Wissenschaft sich selbst Zweck sei, kann ich mich heute noch nicht überzeugen, daß die bloße Cdirung des Fragments einer alten hebr. Uebers. einer Schrift des Thomas von Aquino, Gewinn für die Wissenschaft sei. Nur aus eigner Unzulänglichkeit nahmen die damaligen jüdischen Forscher zu Thomas von Aquino, und die Meisten aus Unkenntnlß des Lateinischen noch dazu, zu solchen Uebersetzungen ihre Zuflucht, die doch an sich wenig wissenschaftlichen Werth haben. Um die gelehrte Welt über die Stellung Th. v. Aquino'S in der jüd. Literatur aufzuklären und darzuthun. daß Juden es nicht verschmähten selbst die Werke eines christlichen Heiligen zu studiren. wäre, meines Dafürhaltens, eine raisonnirende Darstellung aller Bearbeitungen dieses Autors durch jüdische Schriftsteller, nach Art von Jourdains Werk über die lat. Uebersetzungen des Aristoteles im Mittelalter, zweckentsprechender.

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