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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 4 · p. Seite 161

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 161 (sequence 3)
Language
German
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Reccnsionen und Anzeigen. 161 einen tieferen C> haraftcr an und laßt dessen mystisch-philosophische Basis erkennen. Die platonischen Annahmen sind hier in eigentbnmlicher Weise aber vollständiger wiedergegeden und dadurch auch jener oben bemerkte angebliche Widerspruch gegen eine biblische Auffassung gehoben ivergl. B. Iezira VI, 2.), welches an diesem Orte auszufübren jedoch zu weitlauftig werden wurde. — Von nun an waren die der uurgedachten Richtung huldigenden jüdischen Autoren., wenn sie auch nicht eigentliche Kabbalisten waren, doch dem Mikrokosmos zugethan. Ob Sabtai Donoly im 10. Jahrb. hierzu den Anstoß gegeben, wie Aellinek nach handschriftlichen Mittbeilungen behauptet, oder ob David den Merwan al-L^okammeS, der nach Munk schon im 0. Jahrb. blühte (vergl. Pbil. u. phil. Schristst. d. Inder;, deutsche Bearbeit. S. 15).), nicht schon früher jene Anschauung verbreitet' batte, bedarf noch der Erörterung. ES bekannten sich nun eine Reibe von Schriftstellern zu dem Mikrokosmos, die der Editor des gegenwärtigen Merkchens S. X 11, S. XIII der Einleitung meist namentlich angiebt. — Die Kabbala spann diese Lehre wieder in ihrer Weise besonders aus; so schrieb N. Menachem Asaria di Fano (Ende d. 10. Jabrh.) eine Abhandlung, betitelt מאכד־ עולם קטן, worin der Mikrokosmos in mystisch-kabbalistischem Sinne allegorisch weiter auSgedeutet wird. — Bon den Kabbalisten gelangte die Vorstellung,'daß der Mensch Bild und Indes griff aller Dinge im Universum fei, zu den christlichen Mystikern und Theosophen des 16. und 17. JahrlmndcrtS, und der aus solcher Anschauung entsprungenen Folgerung, wie zwischen den Kräften des Individuums und denen des Weltalls eine gegenseitige Wechselwirkung hervorgerufeu werden könne, verdankt die deutsche Literatur jenen clasfischen ersten Monolog in Göthc'S Faust! — Kommen wir nach dieser zur bessern Orientirung über den Gegenstand nothwendigen Abschweifung zu dem Werkchen selbst, dessen Anzeige wir Vorhaben. — Aus abgerissenen Aeußernngen älterer Autorcn, namentlich Maimonides', Jedaja Ha-Penini Bedresi's, wußte man, daß ein gewisser R. Joseph Jbn Zadik, in der!.Hälfte des 12. Jahrhunderts Gemeinderichter zu Eordova in Spanien, der von feinen Zeitgenossen R. Abraham den David I. und R. Jehuda Ha-Levi auch als vorzüglicher Dichter gerühmt wird, ein philosophisches Werk betitelt ־ ספר עולם זהקטן »crfagt habe, über dessen Inhalt Jedaja ha- Penini blos angibt, ״daß es einen kurzen Inbegriff der Naturwissenschast nebst einiger Erläuterung mancher Geheimnisse der Religioris- Philosophie (nun סתיי) in sich fasse." Maimouidcs sagt (außer in der vom Editor S. VIII angeführten Stelle auch - gleichlautend m

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