Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Geist der palästinischen und babylonischen Halacha
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 9)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze.!57 Wir besprechen zuerst Wajassa, als die wie es scheint älteste dieser Parasclwt. Sie erstreckt sich über Gxod. 15, 22 fti, 3<i; über den bibl. Abschnitt vom Manna. Hier erscheinen sehr häufig nebeneinander: N. (5'ltcfer (l>. Hvrcanos), N. Iosua, stk. (vlicfcr Hamodii (ans Modln). Nach dem öfter!! Wiederholen dieser drei alten Autoren ist zu vernnttben, da st dieses M. schon in früherer Zeit Gegenstand eines besondern Midrasch (oder vielleicht gar l^regese) gebildet. Auch wird in der Tbat Ioma 76 angcfaki'rt: וכב־־ היו י׳ ט־־פון ויי ישמעאל וזקנים יושבין ועופקין בפ׳ המן. <Jn der Mechilta Wajassa c. 4, wo ebenfalls diese Stelle, fehlt ור׳ ישמעאל). - Eine besondere Bedeutung scheint das öftere Vorkommen des R. Glieser Hamodii gerade in dieser Parascha zu haben. Dieser Autor erscheint sonst set׳r selten*!. So wenig inan in der Halacha der diploluatisch-politischen Auffassungswcisc beistimnien tann, die die Meinungen und Zorschnngen älterer und jüngerer lalm. Lehrer auf Zciturnstäude zurückbeziehen und den Men! der eigentlichen Forschung und der freien Geistestbätigkeit durebschneidend allenthalben eine Tendenz bal acha erblicke!; will, so must hinsichtlich der Hagadä ^׳ingeräumt werden, dast in ibr unverkennbare Spuren der Beziehung zu ihrer Gegenwart hervortreten. Dieser R. Glieser Hamodii lebte zur Zeit de-s Aufstandes der Inden gegen Hadrian und war ein eifriger Anhänger des Bar-Ltockba, mit dem er sich tu Bet-tnr einschlost (!. Taanit e. 4). Iür solche Zeit, wo neben sonstigen Kriegsbesehwerden auch mit Mangel an Lebensrnitteln zu kämpfen war, war die Parasäwt Hamann das geeigneteste Thema, um zum Gottes vertrauen und zum Hinblicke auf Den zu begeistern, der ans wunderbare Weise Nahrung spendet und sie auch den Vätern wunderbar auStbeilte. Daher be- »nächtigte sich N. Glieser der Erzählung vom Manna, die sein schwungreicher Geist schon früher lmperbolisirt hatte lIoma a. a. O.'), und suchte durch Anknüpfungen an sie das Volk zu crmuthigen und zu erheben. So zeigt sich hier das Streben die Wunder zu vergröficrn: c. 4 ר׳ אליעזי־ המורע׳ היה אום־ ה־־וצה דבי אפוי היה טועם בל אפוים ר״א המורעי אומי* ע׳ יום אכלו ישיאל את המן ארד־ מיתת משה «), Auch der schöne für alle 2ebcnsverhältniffe criuuthigende Satz t. 2 ist hier zu erwähnen: דבי־ יום ביומו מי שכיא יום ברא פ־־גםתו מבאן ה״ ר״א המודעי אומי־ כל מי שיש לו מה יאכל היום ואומר מה אוכל למחר הרי.זה מחוסר אמנה. Val. auch das vorherz. רבי־ יום ביומו י־״א המורע׳ אומר כרי שלא ילקוט ארם היום למחר. Auch c. 5 לדורותיכם ר״א המודעי אומר לדורות erhält durch dies« Auffassung seinen i) Abo» 3, 11. Schabbat 55. Schebuot 35. Srankrl. Monat-schrift. Hl. 4. LL