Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 4 · p. Seite 151

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 4
Article
Geist der palästinischen und babylonischen Halacha
Date
1854-01-01
Page
Seite 151 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829164-2829169-2852999--01612-2853039
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Wissenschaftliche Aufsätze. 151 setzen seien: diesen batte Nab nicht nur angelegt sondern auch vollständig geordnet, jene waren nur zu diesen! im Berhältniß eines Anhanges: Nab batte sie angelegt aber die Vollendung ging nicht von ihm au-, sie erfolgte erst von seinen Schülern und anderen späteren Ainorarm. Daher werden auch bei den Ioma Und B. Batra aus den ״anderen Büchern debe Nab" angeführten Stellen die Amora'i'm genannt, die diese Stellen vertrugen (oder sie vielleicht erst in diese Bücher cintrugenN aus dem Sifra hingegen wird allenthalben ebne Erwähnung eines Amora's citht5). Auch muß Sifra als sestgeordneteS geschlossenes Werk gegolten haben, da nach ihm die Meinung des N. Ielnida, der wie vorerwähnt als dessen eigentlicher Autor galt, häufig unter Anführung des פחם ספי־א ר?" י berichtigt ((mil'm 90 u. sonst), und mitunter sogar aus einem O'itat aus Sisra geschlossen wird, daß er von einer früheren Meinung abgegangen läUdduschin 53;1), während binsichtlich deS N. Siiuou, der als der gewöhnliche Antor des Sifri gilt, der Sisri nie als Berichtigung oder (Gewährsmann angeführt wird. 0's ist daher nicht befremdend, daß der Talmud nie die Mcchilta nennt. Die eregotischen tanaVtlschen Schriften zerfielen in zwei Tbeile: Sifra das Bueb, (fregese zu dein Buche Leviticns, dieses war von Nab geordnet und wurde daher als ein besonderer Bestandtbeil betrachtet׳, und Sifri, die Bücher, (>regese zu den Büchern (>rod., Numeri, Dcnteronom, von Nab angelegt aber erst später vollständig rcdigirt. Bon diesen beißt cs zwar סתם פפ״י und könnte es scheinen als wäre er der eigentliche Autor der Mechilta: allein da dieses פפ״י DH ם nie zu balachischen Zwecken angeführt wird, und da ferner die Mechilta sich ursvrüngtich nur über einen kleiner! Theil von (vxodus erstreckte und wenig umfangreich war, so wurde sie nicht besonders hervorgeboben und blieb unter Sifri begriffen''). Als Schöpfer einer Exegese zn der Schrift gilt also Nab: mit ihm beginnt eine nene Phase und bricht ein neuer Zweig der jüdischen Literatur hervor. Sifra nimmt hier die erste Stelle ein, er ist mehr geordnet und gesichtet als Mechilta und Sifri: auch beziehen sich die מכאן אמרו, die man ebenfalls in diesem Buche häufig wahrnimmt, größtentheils ans die Mischna und haben nicht das Zeichen der Jugend, daö sich an manchen Stellen der Mechilta zeigt 7). Doch gebt bin- 5») Die weitere Auseinandersetzung versparen wir auf weiter zu Sifri. 6) Halachot Gcdolot 6. a. O. hat: יסיפרי שדם ארבעד, בישרי וארו ד. ן בראשית רגא ומכילתא דואלד. שמות וספרי וירבר ואלד, דרברים ונולדו פירושם בתורת נהנים! 7) Vergl. vor. Jahrgang S. 394. — Zu bcn das. S. 392 angeführten גונא^ אמרו ift noch hinzuzufügen: Bo c. 4 zu Ende לשלמים nvv nnD מנאן-אמרו

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.