Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 11)
- Language
- German
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- Haiti 1× ep/1044690
- Lod 1× ep/1045074
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140 Bilder aus dem Leben und Wirken der Nabbimn. Boden einestheils als »tuthmaßlichcr Agitator großer Gefahr auögesetzt war, andernthcils für seinen Zweck eine Erhebung vorzubereiten unter den Späherblicken der rörnischen Häscher kerne Aussicht fand, nach dem Morgenlande gereist, um dort, wo inan freier athmete, durch feurige Schilderung der Leiden die Gelehrten und das Volk zum Haß gegen die Rörnir und zur Begeisterung für ihre Brüder hinzureißen. Wir finden ihn in Zephyriuin, einer Stadt in Cilicicn (Baba Kama 113)"), in Cäsaren Mazaka, der Hauptstadt Eappadociens (Jebainot 121)׳). und in Mesopotamien, in der Gegend von Apamüa, am Euphrat"). Ja!){. Akiba soll sogar in Aethiopien gewesen sein, wo er mit einem dortigen Fürsten manche Unterredung hatte"). Sein rastloses Streben suchte überall seine Brüder aus, um ihre Zustände kennen zu lernen und ein engeS Berhälmiß unter ihnen herzustellen. Die Zeit der Ruhe benutzend kehrte wohl R. Akiba nun in seine Heimath nach Lydda zurück und suchte auch dort im Stillen für seinen Erhebungsplan zu wirken. DicS ging, mn so besser von Sratren. als nach dem Tode Trajans (110) dessen Nachfolger Hadrian den grausamen Quietus abries, der kurz nachher hingcrichtet wurde. Man denke, wie viel unschuldiges Blut um Rache schrie, wie viele Gemeinden ihre Häupter. wie viele Familien ihre Stütze verloren, mit welchem Zagen matt jedem Augenblicke entgegen sah, der bei dieser Willkür neues Elend bringen konnte; man denke an die glühende Begeisterung des R. Akiba für seinen niedergetretcnen und höchst gefährdeten Glauben, und man wird es begreiflich finden, daß er trotz der äugenblicklich cingetrctenen Ruhe sein großes Werk nicht minder eifrig fortsetzte. Der Arm der Erhebung sollte ein Simon den Kosiba werden'), ein Manu, der hervorragend an Körperkraft 6) So vermuthct Grätz ^Geschichte) diese Stadt. 7) Vergl. Napoport Biccur. Haiti»! S. 7 t. 8) Nosch haschana 26 wird גייא genannt. Hierunter kann Gallien lau«! verstanden sein, weil schon daerwähnte גימור zeigt, das die Volkssprache aramäisch war. Aus Jebamot 23 geht aber hervor, daß Schiffe von ג!*'א 1אספנו,'! gingen. Wir vermuthcn daher, daß גדיא eine Stadt am Euphrat sei, von wo aus man nach Apamäa schiffte; vielleicht Galatatha (?). 9) Midrasch rabba 9 nach Ravoport ibid. S. 72. Anmerk. 1) Mit ׳Recht hält Gräh diesen Namen für seinen wahren von der Stadt Chsib und nicht für einen Schimpfnamen, dagegen den Namen Bar Cochba