Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 112

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 112 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829164-2829168-2852923--01556-2852975
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

112 Neeensionen und Anzeigen. ist vielmehr von einem unsittlichen Verhältnisse zwischen Schwiegersohn und Schwiegermutter die Nede, das in manchen Familien, begünstigt durch das enge Zusammenleben, sttattgefunden haben mag; daher die Verordnung NabS, welche dem Schwiegersöhne im Hause des SchwiegervaterS wohnen verbietet, und die angeführten Stellen lassen hierüber gar keinen Zweifel. (S. Jebamot s. 52. a. — Kiddusch in f. 12. b.) — S. 333. ״Samuels Töchter hatten von der balachischen Gelehrsamkeit ihres Vaters so viel Nutzen gezogen, daß sie dem strengen besetze, zu entgehen wußten, welches gefangene Jungfrauen gleich Geschändeten bebaudelt und sie dadurch zu einer fleckenlosen Che unfähig macht." — Soll wohl beißen: welches gefangene Jungfrauen u. f. w. zu einer Cbe mit einem Manne vom Priesterstamme unfähig macht. Ein Israelit, der nicht zu den Abroniden gehört, kann selbst nach aller Strenge des Gesetzes eine fleckenlose Ehe mit einer Gefangenen, ja sogar mit einer Geschändeten eingehen. — S. 336. ״Die Spätem konnten sich diese Abneigung (N. Iochauans gegen Tadmor) nicht mehr erklären. Einige suchten den Grund in den Mischehen zwischen Juden und Heiden, welche bei den Tadmorenern beliebt waren; Andere glaubten,, der Haß gegen die Palmyrener gelte ihrer Thcilnahme an der Zerstörung des Tempels. Doch war ohne Zweifel der erste Grund für die Antipathie der richtige." — Wir glauben annebmen zu dürfen, daß die Juden Palästina'S, welche nichts sehnlicher wünschten als die römische Herrschaft mit der persischen zu vertauschen und eine Oecupation Palästina'S durch die Perser als ein Vorzeichen der messianischen Erlösung erwarteten, schon darum die Palmyrener גז nt» ihre Herrscher gründlich hassen mußten, weil sie allein cs waren, welche den Eroberungen Sapores I. Schranken setzten. (S. Synhedrin f. 98. b. — Midrasch Ehasit Cap. 5. v. 9.) — S. 346. ״Als er ^R. Chija bar Abba) einst befragt wurde, warum in der ersten Halste des Dekalogs das Wort gut nicht vorkomme." ׳— Soll heißen: warum im ersten Deka log das Wort gut nicht vorkomme. Unter dem ersten Dekalog wird nämlich der Dekalog in CzoduS, im Gegensätze zum zweiten Dekalog in Deuternom. verstanden. (S. Baba kama s. 55. a.) S. 364. ״Die pombaditanische Metibta, die unter N. Juda nur den zweiten Rang nach Sura einnahm, schwang sich später zur ersten Hochschule empor und behauptete ihren Vorrang mit einigen Unterbrechungcn nahe an acht Jahrhunderte." -- Offenbar ein Jrrthum.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.