Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 4)
- Language
- German
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110 Olcccnpoucn und Slnjct^cw. und Simon bcn bWmalui vorher vcrfünbi^t luten soll (S. Synhedrin f. 11. n), so gehört dieser notbwendig einer srühern Zeit. iS. oben zu S. 71.) — S. 14(3. ״b1־? verbot (Niö Synbedrium — nach dem Ausstande gegen Quietus) die Bräute am Hoebzeitstage mit Kränzen zu schmücken und untersagte ferner das Erlernen des Griechischen für Jedermann." — Dieses Verbot wurde sogleich nach der ersten Einmischung der Römer in die Verhältnisse Judea's erlassen HS. Baba tama f. 82 l> und Tosafot daselbst), und sollte offenbar dem Umsieb greisen der fremden blemencke entgegen arbeiten. - - 011 der!׳adrianischen Zeit bingegen war a« ein Kernhalten des grieehiseben binsluffes überhaupt und der grieebischen Sprache insbesondere nicht mehr zu deuten; und die Beliebtbeit, deren sich die griechische Pentatencbnbersetzung des Agnila bei den Tana'l'm erfreute, zeigt, daß inan in diesem kreise dem Griechischen niebts weniger als abhold war. ----- S. NN. ״baue alte Nachricht erzäblt von zehn Märtyrern, welche fiu* das l^esetzsludinm geblutet haben; sie sindauch unter dem Name» Märtyrer von M y dda be bannt." -- Dagegen sprechen uiehrere Stellen des Talmud, wo die zehn Märtyrer oder ״N. Atiba und seine Gefahrten" von den Märtyrern zu Lydda ausdrücklich unterschieden werden (s. Pesachim f. SO. a Baba batra v. s. 10. b). — lieber die Martnrer zu Lvdda fcblen freilich die Nachrichten; denn das was Aruch (v. היע) darüber erzäblt, findet in der altern Literatur keine Begründung. Viellejebt sind sie mit jenen Opfer!: der römischen Justiz zu identisiciien, von denen Josepbus berichtet Hs. ck08e?1>l1. de autiqu. L. 20. bap. 8). bs soll nämlicb, beißt eS dort, unter der Regierung des Kaisers Nero zwischen Juden und Samaritanern zu blutigen Fehden gekommen sein; beide Tbeile führten bei dem römischen Landpfleger QuadratuS Ablage. Qnadratnü ließ anfangs die Sache aus sich beruhen, neigte sieb aber endlich aus die Seite der Samaritaner, hielt in Lydda (Bericht und ließ einen gewissen DortuS und noch vier Junglinge, die ib!n von den Samaritanern als Anfübrer der Juden bezeichnet wurden, hinrichten. — S. 110. ״Diesen Nath befolgend wagten cS billige mit N. Jehuda b. Sebamua an der Spitze den Statthalter-um brbarmen anzusleben." — Da N. Jehuda b. Schamua als ein Schüler R. Meirö genannt wird Hs. No sch Ha-S chana f. 10. a), so ist dieses FaetuM nicht wie der H. V. will sogleich nach dem Tode Hadrians, sondern weit später etwa unter die Negierung Marc Aurels zu s-tzc». —