Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Genealogisches und Chronologisches in Betreff der Patriarchen aus dem Hillel'schen Hause bis auf R. Jehuda ha-Nassi, den Redacteur der Mischna
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 4)
- Language
- German
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Wissenschaft((chc 3fuffaßc. 101 ließ — hat umbnugen lassen, weil sie sich ^cwci(\cvt hatten ihn als legitimen Meui^x anzuerl'ennen. unterließt!einem Zweifel, dasi hier die Blut-Sccneu gomcint sind, die auch ZoscpbuS Arcb. 15», 10. A erwähnt. Wie daselbst berichtet wird, hatten die!׳eidnischeu Unteruebmuugcn de.6 Herodes auf Seite!: der Nationalen laute Mißbilligung herverßerufen. Horodos antwortete nach feiner Weise mit Schwert und Dolch; denn diejenigen, die er öffentlich anzutasten sich scheute, ließ er heimlich aus dem Woge raumen. Darauf kam er auf den Gedanken, das Volk einen Untcrthanen-Oid schwören zu lassen, was aber bewirkte daß Viele, die bisher sieh schweißend verhalten hatten, nunmehr den Mund öffnete!: und solches Ansinnen mit (־יntn'ift 11!1*: znrückioieson. Zu den (5׳ id - V e rw e i ge re r 11 ßehörten auch Pol! ie u und S a >n e a s, die Zu hrer der Peru sch im, nebst ihrem Anhänge. Daß unter diesen Umstanden Herodeo' Wut!׳ besonders gegen die Lehrer sich kehrte, lenchtct von selbst ein. Zwar wurden Pollion und Sanieas schonend behandelt, allein der von Iosepbns gegebene Wink, daß auch heimliche Hi n ric>׳ t ungen stattgefunden, berechtigt zu mancherlei Vermuthung. Tl'atsache ist, daß Pollion und Saineas bald nach ihrem Uouslict mit dem Gewaltigen vom Schauplatz verschwinden; denn in der U'rzähluug von dem projeetirten Umbau des Temvels ivird ihrer nicht erwähnt, trojz dem daß Gelegenheit hierzu vorhanden war, da dieses wesen. Gleichwohl aber erwähnt Zoserh. nichts von dessen voliki scher.Wallung während der Belagerung; er muß dainalc׳ nicht mehr gelebt haben. Jedenfalls können seine Söhne, die .;ur Zeit dev erwähn len Belagerung bereits so großes Ansehen genösse« und von so mächtigem Einflüsse heim Volke waren (fu'Kvh. 1. <׳->, dainalc׳ nicht mehr jung gewesen sein. Hieraus nun aus das Alter des Vaters geschlossen erscheint es nicht zulässig, diesen in sehr svater Zeit vorkouimenden NulZ ]2 Z^irt. 57 :1) zu idenlinciren. Die hezügliehen Daten hei fsOKvh. und im Talmud und leichter n!it e-inander in Harmenie >u bringen, wenn man annimmt. daß der!alinudische 2א^ ein Onkel des Zosevh' sehen gewesen. Da er vorsönlieh nicht coinprominirt war, so!rollte ihn Hcrodes zwar nicht hinrichtcn lassen. — ließ ihn aha׳, um ihn zur Nächung des Todes seines Vaters und seines Oheims unfähig zu inachen, blenden. Möglich auch, daß Herodes in dem junge« einen Prätendenten wenn auch nicht auf die Krone so doch auf das Hobcvrietter- Amt gefürchtet. Denn aus den Worten, die Joseph, seinem Berichte von der Hinrichtung der ׳-Löhne Baba's hinzusügte: el'm fjnjöev vtucaoitcov rfjs: 'YpxavcO au־vY6ve1a; sJoseph. 1. f.) — geht hervor,' daß die Familie Baha'o hasm onäi scher Abkunft war. Schwerlich aber würde der Geschichtschreiber gesagt haben, daß Nichts übrig blieb, wenn der Vater der Hingerichteten diese überlebt hatte; wohl aber konnte ihm die Actlung eines Kindes der Unglücklichen unbekannt geblieben sein.