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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
Date
1854-01-01
Page
Seite 89 (sequence 9)
Language
German
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Bilder aus dem Leben und Wirke» der Radbnicn. 6!) Selbstachtung. die er anempfahl. Lebe lieber ani ladbar sa dürftig wie am itfcrftcuv', lehrte er, als das; Du der Menschen- Hülse bedürfest (Sabbat l 18). (׳den so bewies er aus der Schrift, das; die Lebcnsrettung eines Menschen der Beobachtung der Sabbatrube voraustebe (Ioma H5). 51י lisch ihm aber auch die Nächstenliebe stand, indem er lehrte: ״Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst ist ei» groster (׳׳rundsan der Lehre",;md in Bezug daraus: ׳)״iort lässt wohl die 5üude gegen ihn selbst hiilsiebe» (ונקה), aber nicht die sie'sien den Nächstell (ינקה (Bamidbar Rabba I I und 24); so sehr er die Pflichten siesien deli Nächsten nnbeschräntt ivissen luill llnd (Baba Maina 113) lehrt, das; inan dem Heiden >vie dem Israeliten die strellsiste üöereelstisit'eit schuldisi ist: so verkennt er doch auch den Werth der Selbsterhaltung nicht, und sehr beachtenswertst ist sein Widerspruch gegen Ben Petura (Baba Me(ia62l. welcher lehrte, das: wenn (׳mein nur die Wahl bliebe sich allein $11 retten oder mir seinem Nächsten umzukommen (es hat Jemand $. B. nur so viel Nahrungsmittel, als für (׳um! allein ausreichen u>» il,n vom Hunsiertode zu retten), Leuteres vorzuziehen sei. 50 hielt mau es, erzählt der Drlmud, bis N. Atiba ihm aus 3. B. Mos. 2!» bewies, das; die Selbsterhaltung in diesem stalle voransiehe. Der hohe Werth, welchen ein Menschenleben überhaupt in seinen Augen hatte, spricht besonders ans seinen humanen Lehren in Bezug aus die TodeSurtbeile. (די und R. rarphon äicsierten (Maccot 7): 'Wenn wir linier den Spnhedrin siewesen wären, so wäre nie eine Hinrichtung vorgetommen. Sie hätten nämlich, um einem etwaigen Irrthume vorzubeugen, all ihren Scharfsinn zur Bermeidung der Todesstrafe angeivandtch. (׳ben so lehrt er gegen R. Jose den ('׳aliläer (Maccot II), das;, wenn der unfreiwillige Mörder seine streistatt verlässt der Bkiträcher ihn nicht rödtcn müsse, sondern nur wenn er ihn tödte straflos bleibe, jeder Andere aber der ihn tödtc als Mörder zu betrachten sei. Seinen Widerwillen gegen die Todesstrafe drücken auch die Sähe aus (Chagiga 1-5 und Synhedr. 63), das; die Richter, welche ein Todesurtheil gesprochen oder einen Mord mit angesehen haben, an selbem Tage Nichts geniesten!>) Jedoch ober nicht etwa völlig« Slrciflosisit"«. Bcrsil. Krankel d«r sicrichtlich« Bc'vei» S. ■SS.

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