Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829168-2852920--01526-2852951- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8S 'iMItcr atu' dcm Vcbeu und idivton tcv ilial'Hucn. erzählt der Jolmub ('i'vaduu 00), fam er mif seiner Reise וו ad) einer N^tabt, wo man ihm die ,verberge versagte; er aber rröstere sich mit dem ermähnten Spruche ttiib blieb die ch'ach! hindurch auf freiem neide, ('׳in Wind erhob sich und löschte sein attgezündeies Vidn and; eine Matte erwürgte ihm den Hahn, den er als Wecker mir ans die Reise genommen; ein Vöwe ierrifi ihm den Esel. R. Akiba aber sprach gutes Btuthes bam°. ״Wad Emu thnt ist ut tntferm Besten!" tSd bewährte sich auch. Oute plündernde Mriegerschaar durchzog den sinstern Wald und lein Schall, teilt Schimmer verrietlt den wohl verborgenen R. Vlfiba. Des Marge ne aber sah er die Berwüstung jener Stadt, die ihn nicht hatte anfnehmen wollen, durch eben diese Rotte und ״wie recht hatte ich", rief er nun aus, ״was E'ott thut geschieht zu uuserm Besten!" In diesem V׳eiste spraclt er auch dem kranken R. Elicser Mntl» tu. Während nämlicit feine Evnoffen ob der Krankheit ihres V obreres in weldtem sic die Velue personificirt erblickten, seufzten, zeigte er fielt heiter und erklärte dies aus deren Berwunderung daher, das er darin nur eine Wohlthat sehe, da nach Pred. Sal. 7 auch der beste Mensd) nicht ohne Fehl sei, und so sreue er sich, das; R. Elieser diesen hier abbüste, um dort desto reicher belohnt zu werden. Ein anderes Mal bei ähnlicher Okel egenheit sprach R. \'(fiha, nachdem seine gelehrten ('kcn offen sich int Vobe deo Vehrerd erschöpft hatten, zu R. Oliefer, der sid> tmterstützen lief!, um sich mit besonderer Viebe zu ihm hinzuneigen: ״Schmerze» sind Viebesbeweisc von Sünde läuternd fSynhedr. 101). Dieselbe znversidttliche Ergebenheit tröstete ihn and) bei dent Drucke, unter dem die Eklattbensgenossen seiner Ieit doppelt litten, weil ihnen nod) ihre frühere Selbstständigkeit frisch itn 'Andenken war; so das! er den Auesprudt that: 'Wohl steht der זociucr IatobS die dürftige Vage, wie ein rother Füge! der lVia'hne eines weiße» Rosses lWajikra Rabba 351, 'indem er wohl zugleich mit dem ,.rothen Iügel" ans die Blutschuld der Bedrücker und mit dem ״weisen Rosse" auf das unsihuldige Israel anspielte. — Wie fern von jeder Dstentation seine Frömmigkeit war, zeigt das Zeugnis! der spätem Rabbinen, das R. Vifiba öffentlich fein Webet möglichst kurz faste, während er in seiner Einsamkeit desto länger und mit allen Zeichen der Inbrunst betete tBcrachot 31). Aber seiner Demuth vor (hott glich seine Achtung für den Menschen als solchen, und die