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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 87

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
Date
1854-01-01
Page
Seite 87 (sequence 7)
Language
German
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Bilder aus dem Leben und Wirke» der Mlbbmm. 87 Ivar Im'i'iu der Meinung de«!>!. irlicfor entgegen, der sich uft in (׳antroversen cinlies; und lehrte: Uebe Diel» dem Ungläubigen erwidern >11 fönutn. '.,llo Prineip und 3riuu1 der :Heligiosirät überhaupt stellte er da« Bewnsitlein von der hohen Stellung de« Menschen uns, du ״der Mensch im Eben bilde Gotte« geschassen ist"; ul« Berpslichttlirg der )srueliken >u ihrem («esene hebt er deren besondere An«>eiel>n»ng hervor, das («ott sie lö. B. Bios.! '!> seine minder nennt und sie der ׳Dssenburmig und der!!eilige» Lehre geivürdigt liat. In dankbarer Demut!) vor Gort und eingedenk ihrer Auszeichnung sollen sie der Sünde einen edlen Stolz. der Unbill innere« Selbstbewusstsein entgegen sene». Einen vorzüglichen 'Werth aber senk er in die du« sindenthnm churukterisirende Lehre von der Freiheit de« WUlleu«: ״Alle« ist oorhergesebe», doch ist der Wille frei gelassen"; («»tu« Allwissenheit und Borsehnng schließt die freie Lvuhl de« '.Vienschell nicht an«. Und nachdem er in oincni eiildringlicheu Bilde den Sünder, der die Lungmuth («orte« inisibraucht, ul« seinen eigenen ׳Ankläger und die 3träfe al« dessen eigene Schuld dargestellt Hut, schließt er mit dein bezeichnenden Sa ne des )ndentlnun«: ״Doch sind Alle >11111;Viuhle (zur Seligkeit) destimmt," Da« )ndenthum kennt keine ewige 'Berdummniß; vielmehr gelungen Alle, wenn auch Biele erst durch strafende Läuterung, endlich zur Seligkeit. — Diesen Grnndsänen gen!äs; lehrte er auch eine Gottesfurcht, die da« ganze Wesen de« Menschen dnrchdringt. So oft er an den Ber« kam: ״und er Hut e« nicht gewußt und sich verselmldet" meinte er: ״Wenn der unnsissentliche Sünder der Bergebnng bedarf, um wie viel mehr wir, die wir oft mit Wissen sündigen." Und bei einer andern biblischen Stelle i/i. B. Mos. 30, Uchj ries er an«: ׳״Wenn Einer der sündigen lvollte und vom,»nsall bewahrt ivnrde dennoch der Vergebung bedarf, wie ergeht es erst denen, die sich nMhwillig in die Sünde begeben!" (ttidd. 81.) (öinörin^tid) warnt er vor dem ersten Schritt zur Sünde, indem er (Genes. Aabba) mit Anspielmig uns )es. 5, l8 unernst! ״Anfang« gleicht die böse Begierde dem ,enden eines Spinngewebe«, wächst aber zuletzt zu einem Schiffstuu heran." Bekannt ist jener Spruch, den!)!. Akiba srer« im Munde führte und durch die Thut bewährte, llnd der von seiner echt frommen Ergebenheit m (.Pott zeugt: ״Alle« was Gott thnt geschieht zu unsenn Besten." Einst, so

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