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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 2 · p. Seite 71

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 71 (sequence 4)
Language
German
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iflecmflonon und 'Änjeiflcn. 7t (Schote von der alten Besannen!׳eit nid1! loswindcn, und behauptet 1U'$en den Augenschein, daß jener 2lusspruck von Jesu recht sei, und hierbei nur ein K'opistensebler Berapa für Iojada obwalte (l^esdnchte deö Volkes Israel IN 296 Note). Und der Umstand, daß jener Iojada der Nbronik nicht vom Volke, sondern durch den König hingericktet worden, daß also auch die strengste (Gerechtigkeit nicht ein Volk für die Verbrechen des Königs verantwortlich machen kann, bleibt von bwald unberücksichtigt. Wie anders Hr. Vers. Mit voller Unbefangenheit äußert er sieb über diesen Punkt: ,,(Gewöhnlich wird angenommen, daß die im Evangelium Matthai angeführte (5'rmordung eines Zacharias im Tempel auf diesen Zacharias (B. Iojada) Bezug habe, und daß, da derselbe hierbei Sohn dos Berachia genannt wird, wenn nickt ein Irrtbum eingeräumt werden solle, Iojada auch den ׳Namen Berachia geführt haben müsse. Die (nmordnng eines Zacharias, des Sohnes Barnch, durch die Zeloten vor der Belagerung Jerusalems im Jahre 70 nach (>br. wird jedoch in Iosephus ('de bollo Judaieo!. IV, c. V. 4) unter Umstanden erzählt, die es unzweifelhaft macken, daß hei jener Ansul׳- nmg dieser und nickt der Sohn des Iojada gemeint sei/" (S. 245. 2(11111.). Interessant ist es, daß auch im Talmud diese zwei Zacharias verwechselt zu sein scheinen, indem agadifch berichtet wird, der Feld- Herr Nahusaradan habe das vergossene Blut des Zackaria im Tempel noch rauchend gefunden, und man habe ihm geantwortet, es sei das Blut des eines Priesters und Propheten, der zur Zeit der Zerstörung Jerusalems vom Volke erschlagen worden (Synhednn 96. 10: הזי דמיה דזכי־יה ׳דהוה קא \־תה - - אנ׳דו להו האי־ כהן ונביא הוא ראינבי להו ליש־אל נהורבנא דייושלם וקטלוהו. «ifo ,->» Zach.irias. dessen rauchendes Blut Nehusaradan noch angetroffen, d. h. aus der Zeit des Tempels, der aber vom Volke zur Zeit der Zerstörung ermordet wurde d. b. zur Zeit des zweiten Tempels. Indessen ist diese Verwechselung mir scheinbar. Auch hier iss lediglich von Zackarias B. Barnch die Rede, der von zwei Zeloten aus patriotischem Fanatismns erschlagen wurde. Man muß jedoch den ersten Tempelzerstörer Rabusaradan in den zweiten, Titus, umsetzen, eine Namenallegorie, die in der agadiscken Literatur öfter vorkommt, wie Rehuckadnezar für Titus oder Hadrian, Babylon für Rom re. Durch diese ungezwungene Umsetzung hat die ganze Sccnerie dieser Stelle einen tiefem Sinn. Nabujaradan Titus, der noch das Blut des erschlagenen ZackariS b. Barnch rauchend findet, will sich zum Racher des von den Zeloten vergossenen Mutes aufwerfen; er will nun einen cönscrvativeu Krieg im Interesse der Ordnung gegen die Anarchisten geführt haben und diesem

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