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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 12 · p. 453

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 12
Article
Die Diaspora zur Zeit des zweiten Tempels
Date
1853-01-01
Page
453 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Die Diaspora zur Zeit des zweiten Tempels. 453 gebräucheu der in seiner Armee dienenden jüd. Soldaten gegenüber beobachtete. Als nämlich diese Juden erklärten, daß sie das Del das nicht von Juden zubcreitct sei nicht genießen dürfen, befahl ScleucuS, daß ihnen der Betrag hierfür in baarem Gelde ansgczahlt werde*). — Antiochns der Große versetzte 2600 füd. Faiuilicu ans Mesopotamien und Babylonien nach einigen festen Plätzen in Lydien und Phrygien. In diesen Provinzen waren nämlich Unruhen ansgebrochcn; an den Juden, sagt er in einem bei Joscphns erhaltenem Schreiben, werde er treue Untcrthancn finden, die die Unruhen Niederdrücken. Er suchte sie reichlich für das Opfer der Ucbcrsiedclung zu cntschädigen; auch sicherte er ihnen ungestörte Ncligi'onsfrcihcit zu s).— Diese den Juden günstigen Gesinnungen der früheren Seleuciden, erlitten in Antiochns Epiphancs ctttcu traurigen Umschwung: er faßte den Vorsatz, das Judenthnm, den Cult eines einzigen Gottes zu vernichten; und wie er in Palästina in der Ausführung dieses Vorhabens zu Werke ging ist ans der Geschichte der Maccabäer bekannt. Daß auch die Juden Syriens in dieser Zeit viele Leiden erfuhren, der mit Härte und Unmenschlichkeit in Palästina verübte Ncligionszwang sich auch in den unter unmittelbarer syrischer Herrschaft stehenden Provinzen fühlbar gemacht und den Inden das Äufgeben der väterlichen Religion abzntrotzcn suchte, ist, wenn auch die Geschichte hierüber schweigt, mit Gewißheit anzuuchmen. Die Geschichte führt uns die einheimischen (Palästina's) Leiden und die durch sie hervorgcrufencu großen Kämpfe vor; sic findet hier so reichen Stoff, daß sie den großen Rahmen kaum anszufüllen vermag; wie sollte sie noch ein Auge für auswärtige Begebenheiten haben? — Aber sic gibt an einer andern Seite einen Fingerzeig, daß auch die syrischen Juden tief die dein Glauben angethaiie Schmach fühlten und die Gewalt der Tyrannen zu schwächen suchten. Unter Antiochns dem Großen hatte sich das parthische Reich erhoben, das den syrischen (seleucidischcn) Königen den Besitz der östlichen Provinzen, als Babylon u. a., streitig machte. Am heftigsten wurden die Syrer von dem Parther Arsaces dem Großen bedrängt, dessen Kriege in die Zeit der ersten Maccabäer fallen °). Arsaces setzte seinen 4) Zosephus Merth. 3 ,12׳. lieber das OelverLot und dessen spätere Auf- Hebung vgl. Aboda Sara 35. 5) Zosephus a. a. O. 6) Moses Chorene Histor. Armen, tz. 2 c. 2 (eil. Whiston).

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