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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 9 · p. 358

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
358 (sequence 3)
Language
German
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358 Recensionen und Anzeigen. übrigens durch schöne Diction auszeichnet, tciumphirt Satan, daß nun die Herrschaft Gottes aufhören und Lug und Trug und Bosheit die Welt regieren werde. S. 23 spricht Satan von Gott אני אמד'כל מזמותיו ferner הוא כגובה אפו חפץ משל בגפן, als ob er, Gott ebenbürtig, mit ihm die Herrschaft theilte, sie aber allein besitzen wollte. Ja er erdreistet sich zu sprechen: אנכי אנכי אכבה אורו u. s. f. immer in diesem Tone. S. 39 spielt die Phrase אם נחש עחם לעבר בריחו השיאם auf die christliche Auslegung der Schlange in Genes. 3 auf den Satan an. S. 48 schilt der König von Jericho על שטן קרבי ואדוני als hatte Gott nur die Israeliten, der Teufel aber die Heiden erschaffen. Ein solcher Satan ist und bleibt unjüdisch und kann nicht genug als solcher bezeichnet werden, jemehr sich geistreiche, aber nicht eben unparteiische christliche Theologen bemühen, veraltete christliche Anschauungen, die ihnen mißliebig sind, als Ballast von sich zu weisen und das Jüdenthum mit deren Vaterschaft zu beglücken. Weil wir einmal bei dem Unjüdischen sind, so können wir auch nicht umhin, die Phrase S. 17 (?) פד. עשה לך ישראל — בקרי תיסרהו als unjüdisch zu bezeichnen; ja es ist überhaupt unpaffend den Menschen zu Gott sprechen zu lassen: ״was haben wir Dir gethan?" noch weniger aber dem demüthigen Israeliten angemeffen, dem es so oft wiederholt wird, daß er überhaupt nur sich wohl oder übel, Gott aber gar nichts thun kann. Und Israel hatte doch gerade genug gethan, um sich über die Wegnahme des Moses nicht beklagen zu dürfen. — Was die Diction betrifft, können wir sie, wie schon gesagt, nur loben; und obschon sie sich im Allgemeinen im Tone der Prosa bewegt, ja bisweilen ganz ermattet, wie S. 41 — אחה ידעם — הדבר ידוע u. s. w., so erhebt sie sich doch an gewissen Stellen auch zu dichterischem Schwünge. Als solche erwähnen wir besonders die Schilderung der Verläumdung S. 22. Die poeiische Erfindung des Traumes des Königs von Jericho und dessen schöne Deutung (S. 27). Die Frühlingsschilderung in Verbindung mit dem Pesachfest (41), den Monolog des Königs von Jericho (41) und im 6. Gesänge die Loosung über Achan und dessen herzerschütterndes Bekenntniß. Bei der äußern Form hat der Hr. Verfasser von Metrum und יחד יחגועד, , als nicht im Althebräischen begründet, abgesehen, dagegen den Reim, obschon er diesen vergeblich in der heil. Schrift nachzuweisen sucht ׳— denn Gleichheit der כמים wie in Ps. 103, in Genes. 4, 23 u. dgl. beweisen gar nichts — beibehalten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Nur hatte er dann auf einen echten Reim consequent halten sollen, der aber sehr oft vernachlässigt worden ist. Man sehe z. B. die Reime: S. 16: תהיה — אהיה :19; ישליכוהו — שמתיהו:18; פנים — גבנונים; was wäre das z. B. für ein Reim: er ist — sie ist? — תירא נורא; 30; ותעשה; מנשה — משה; יחר — אחד; ואפר — אפר —

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