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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 9 · p. 354

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
354 (sequence 8)
Language
German
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3S4 Recensionen und Anzeigen. den jüdischen Opferer uiederstößt, die Syrer verhöhnt und das syrische Heer, wie ihr Anführer von Kopf bis Fuß gewaffnet, sehen diesem Treiben feige zu, und machen zuletzt eine große Retirade. Eine solche Scene ist zu unnatürlich um dramatisch zu sein, geschweige denn gar-historisch. Man vergliche dagegen den ganz natürlichen Verlauf, wie ihn unser Midrasch und die alte Quelle der Megillat Taanit erzählt, was diese Erhebung der Hasmonäer dadurch an Heroismus verliert, gewinnt sie an innerer Wahrscheinlichkeit. Der Midrasch, dieses Gedachtniß des Volkes, hat auch den Namen des - syrischen Feldherm, welcher nächst Nicanor den Hasmonäern am meisten zugesetzt, erhalten. R. Jizchak trabtet mit hagadischer Ausschmückung von dem Ungeheuern Heer, welches der Feldherr גליסקס gegen die Hasmonaer angeführt (S. 135)- Daffelbe enthält auch der zweite Midrasch (S. 140) im Namen R.-Jizchak's b. Nachmani mit einigen unerheblichen Varianten. Der Feldherr wird aber an dieser Stelle בגרים genannt. בגריס muß aber בגדיס gelesen werden, und ist eine leichtere Form für Bacchides, welcher wiederholentlich gegen die Hasmonaer gekämpft, und dem auch Juda Makkabi erlegen ist. Bartoloccio, der lateinische Uebersetzer der Megillat Anüochos, und PHLlppowski, der Herausgeber und englische Uebersetzer derselben, haben diese verstümmelte Form nicht erkannt und daraus eine phantastische Person Bagris gemacht. — Auch den erschreckenden Eindruck, den die Elephanten im syrischen Heere auf die jüdische Schaar hervorgebracht, vergegenwärtigt dieser Midrasch. Er läßt den Feldherrn Bacchides ruhmredig sprechen: יאם חאמר ישלח נחשים ועקרבים וחכים כדרך שעשה בבות׳ ים (?) הרי אנו רוכבין על פילין שאין. חיות נוגעות בגו . Aus dem zweiten Midrasch, welcher neben einer gut stylisirten, und eben dadurch Jugend verrathenden, Darstellung einige ältere hagadische Bruchstücke enthält, die theils in dem ersten Midrasch Vorkommen, theils dort fehlen, ist ein Zug hervorzuheben, welcher in der Maccabäergeschichte noch nicht gewürdigt worden ist. Es geht daraus hervor, daß die Hasmonaer den Kampf nur im Vertrauen auf Hilfe von Außen, namentlich von den babylonischen Ländern ausgenommen haben. Die Völkerschaften jenseits des Euphrat, namentlich die Perser, haben das Joch der Seleuciden eben so ungeduldig getragen, wie die Juden , und wenn jene nicht den Syrern viel zu schaffen gemacht hatten, so würde den Hasmcuäern der Sieg minder leicht geworden sein. So ist die interessante Stelle zu verstehen: באותה שעה היו ישראל 140.©) מצפים להרי מזרח אולי יבואו להם נכרים פרחסיים(פרםים) לעורם). Aus dieser Stelle ergibt sich noch eine Bemerkung, welche das Berständniß der Maccobaergeschichte erleichtert. Es scheint nämlich, daß innerhalb der todesmuthigen Schaar von Verteidigern des Gesetzes und der Freiheit eine Spaltung über die Mittel zur Gegenwehr geherrscht hat, ein Umstand, den

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