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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 9 · p. 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
351 (sequence 5)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 351 griffen, zu fletriren, und mithin den übciggebliebenen Sohn des Onias III. den flüchtig gewordenen Onias IV. in Egypten als den einzig legitimen Hohenpriester hinzustellen. Geschah von einer andern Seite kein Widern stand gegen die unerträglichen Tyrannen der Syrer? Der uns vorliegende Midrasch auf Chanuka gibt theilweise Antwort auf diese Fragen. Indessen enthalt dieses hagadische Bruchstück viele Ergänzungen aus anderwei- Ligen Bearbeitungen, namentlich aus Megillat Antiochus. Der eigentliche Midrasch beginnt erst mit den Worten הר הולך S. 134, alles Voraus gehende ist Interpolation mit Ausnahme des Anfangs תנו,רבנן bis בתל של יוחנן . Dieser Midrasch berichtet uns, daß die Drangsale unter den Syrern durch jüdische Verräther hervorgerufen wurden: והרבה מישראל נחפבו למינות (S. 134), und unter diesen wird einer namhaft gemacht Tatna'i b. Pachat: והיה שם משומד אחד בליעל תתני בן פחת שמו . Ich halte aber diesen Namen für eine Eormption, entstanden aus der Verwechselung mit dem, den Tempelbau störenden, Satrapen תתני בחת (Esra 5, 3 ff). Anstatt תתני muß man lesen הוני, und es wird hier wohl auf den Verrather Onias angespielt, der seinen Namen in Menelaos hellenisirt hat- Wir haben also an diesem Passus ein Stück Geschichte. — Ein neues Licht wirft dieser Midrasch auf eine dunkle Thatsache aus jener Zeit, die für die Auffassung der Maccabäergeschichte nicht unerheblich erscheint. Daß das Apokryphen׳ von Judith und Holophernes ein allegorisches Poema, gewissermaßen ein hagadisches Epos ist, hat man langst erkanO; daß ihm aber ein geschichtliches Factum zu Grunde liegt, welches mit der Maccabäergeschichte in Zusammenhang steht, ist nur geahnt worden. Die jüdischen Quellen weisen aber wiedecholentlich daraufhin, daß der Anstoß zum Widerstände gegen die Syrer von dem Umstande ausgegangen ist, weil ein Syrer einen Angriff auf die Keuschheit eines Mädchen aus edlem Geschlechte, das mit einem Hasmonäer verlobt war, vorsucht hat. Der Name dieses Mädchens war Hanna, Tochter Jochanan's. Diese Thatsache leuchtet aus der hagadisch ausgeschmückten Stelle durch: אמר ר' שמעון בן יוחי אלו יונים שעשו מלחמה עם בית חשמונאי לבניו . ובשעה שנכנסו להיכל הלך יון אחר ולקח ספר תורה והביא חנח בת יוחנן כ״ג שלא היה כיפיה כעולם והיתר. נשאת לאלעזר בן חשמונאי ורצה אותו תן לבא עליה בפני בעלה ואביה (S. 135). Ebenso in den ans המרת הימים abgebruckten andern Midrasch für Chanuka (Nr. XIII S. 131׳), nur wird sie hier Tochter Mathatias genannt, was gewiß ebenso eine Corruption ist, wie das Epitethon ״Hoherpriester". Dasselbe erzählt auch das Megillat Taanit (6. 6) und merkt sogar den Tag (11. Elul) als einen Siegestag an; auch hier muß מתחיה בן יוחנן emendirt werden in בת אחת היחח ליוחנן . Auf diese Entweihung der Jungfräulichkeit spielt sogar d-as

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