Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Das Neuhebräische in Beziehung zu dem Neugriechischen
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 319 (sequence 3)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsatze. 319 kehrende, wie in xovhöwuqi Tannapfel von xoxog’, altgr. axgoßdog vergl. מעריך s. v. אסטרובילין . So ist ferner Hosen das hebr. סרפלין cf. Geftnius Wb. 8. r. und Riemers griech.-deutsches Hand- Wörterbuch 8. v. 7csg1,gx£Xi0T7]g. In erweiterter Bedeutung findet stch das Wort מררלא oft im Talmud cf. Aruch 8. v. namentlich זוגא דסרבלא die Scheere, mit welcher die WolLflocken abgeschoren wurden 116 ב״מa, 52 כ ב a, wofür jedoch .75 עיו b fehlerhaft דסררלא steht. Allein steht auch זתא für 16 מגלה) זיגאa), wo es Jjeijjt ואייתי זרזאםביחיה <f. Raschi ad 10c. Interessant aber ist der literarische Streit , der sich über das Wort xcxo^aX^g entspannen hat, dessen Deutung aus dem Neuhebräischen so leicht ist. Am Ende seines Sendschreibens an K. Lachmann über Neinhardt Fuchs theilt Jacob Grimm ein neugriechisches Gedicht mit, in welchem gleichfalls Wolf, Fuchs und Esel zusammen auftreten und wo es V. 289 heißt: 1W yQ01%q<ß<מ xccl zr^v yguv ctvzr\v z7\v xaKO^olgav uvzrjv zvjv 7i<ax0(ux^aX7]v x0izaxav(.1iv7jv yriQCiV. In den Worterläuterungen zu dem Gedichte bemerkt Grimm: naxo^aXog heiße unglücklich, es mangle in den Wbb. und sei etwa von Mutterbrust abzuleiten, also: der zum Unglück Äusgesäugte. Missen übersetzt in seinem Versuch einer Polyglotte der europäischen Poesie I. x. 272 die obigen Zeilen folgendermaßen: Da hört' ich auch die Wittwe, die vom Elend heimgesuchte, die unglückselige Alte, wie sie heillos mich verfluchte, und meint, indem er Grimmas Deutung von xcwoiiafyAog verwirft, daß dieses Wort wahrscheinlich mit 11u^9 )la&oco Zusammenhänge und als ein dem Begriff der Anhäufung des Unglücks entsprechendes Adjeetiv anzusehen sei. Und doch ist xcmoiiufcXog nichts als eine Zusammensetzung von xuxog und ti&frXog und dieses eben nur das hebr. מול, also etwa unser Schlimmasal, unglücklich! So ist dieses Wort synoym dem gleichbedeutenden, in dem erwähnten Gedichte mehrmals vorkommenden xccxogifrixog, tteiüjtä Missen ganz richtig von dem italienischen ^8160 ableitet, das im N.-Gr. außer dem ursprünglichen Begriffe auch die weitere Bedeutung Schicksal, Verhängniß, gewonnen hat. Doch nicht bloß in der Etymologie läßt sich zuweilen zwischen dem Neuhebräischen und Neugriechischen ein Zusammenhang erkennen; auch die Literatur bietet in beiden Sprachen hier und da Berührungspunkte dar und scheinen die Juden namentlich auf die Volkspoesie der Neugriechen Einfluß geübt zu haben. So gibt es ein neugriechisches Volkslied, das dem bekannten אחד מי יודע in der Pesach-Hagadah überaus ähnlich ist und von dem ein Fragment so lautet: