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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 8 · p. 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 8
Article
Das Neuhebräische in Beziehung zu dem Neugriechischen
Date
1853-01-01
Page
318 (sequence 2)
Language
German
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318 Wissenschastliche Aufsätze. und mehr oder weniger Brauchbares hierin geleistet. Genügte es nun zur Erklärung der Fremdwörter im Talmud und den älteren Midraschim vorzüglich das Persische, Griechische oder Lateinische beizubringen, so mußten bei Erläuterung des Fremdsprachlichen im Hebräischen, der nachtalmudischen Periode, insbesondere vom Jahre 1000 (von wo Luzzatto den neuern Hebräismus datirt, in welchem er in seinen Prolegomeni rc. tz. 91 nach der Verschiedenheit des Gegenstandes und des Styles einen neuern rabbinischen, einen neuern philologischen, einen jüngern philosophiHen,, eipen jüngern oratorischen, einen jüngern poetischen und^ einen jüngern nachahmenden Hebräismus unterscheidet) alle europäischen Sprachen, die romanischen wie die germanischen und slavischen, beftagt werden, indem sich kaum eine der genannten Sprachen finden ließe, die nicht zu dem Wortschätze des Neuhebräischen beigesteuert Hätte. .Im Zusammenhange ist ein Nachweis hiervon unseres Wissens bisher nur einmal geliefert worden und zwar von Steinschneider in seiner schönen Monographie: die fremdsprachlichen Elemente im Neuhebräischen und ihre Benutzung für die Linguistik. Daß diese Betrachtung aber and; eine Kehrseite habe, daß sich nämlich gleichfalls Nachweisen lasse, wie hebräische Wörter auch in fremde Sprachen eingedrungen seien, ist in der genannten Schrift x. 29 wenigstens Ln Beziehung auf die deutsche Sprache angedeutet worden. Eine Monographie über die hebräischen Elemente in .anderen Sprachen würde indeß nicht die deutsche Sprache allein, sondern die Sprachen aller Völker, mit denen die Juden in Berührung gekommen, in den Kreis ihrer Betrachtung zu ziehen haben, denn wie auf den meisten Gebieten des Wissens, so haben sich auch auf dem sprachlichen die Juden nicht blos empfangend, sondern auch gebend verhalten. ׳Wir versuchen unsere Behauptung hier in BeziehMg auf das Neugriechische, welches durch Vermittlung des Türkischen manches hebr. Elenunt überkommen, durch einige Beispiele zu unterstützen, wie sie uns ungesucht gerade zur Hand sind, die wir aber leicht um eine, nicht geringe Anzahl würden vermehren können, wenn es uns einerseits um eine erschöpfende Behandlung dieses Gegenstandes zu thun wäre und andererseits die Wörterbücher für das Neugriechische, trotz der hierher gehörigen Arbeiten eines Ducange, Somovera, Corai und Schmidt nicht so mangelhaft wären. - So stammt nißovqi, Begräbniß, ans dem hebr. ^7) Bad aus dem hebr. cor; unverheiraihet aus dem hebr. oder ככר; fZTraigans Fahne ans dem hebr, vergl. Hamilcar Barcas;^a%aKa$ Quarter, wohl mit סבלא zusammenhängend; 7talU%uQ1 Jüngling, verwandt mit P61I6X> (es. Gesenins Geschichte der hebr. Sprache und Schrift p. 65), die Endung aQt aber ist eine im Neugriechischen oft wieder-

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