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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 7 · p. 256

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1853-01-01
Page
256 (sequence 8)
Language
German
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256 Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung. draschim vorkommcnden fremde», besonders lateinischen Wörter" lichtete eigentlich zuerst das Feld auf diesem Gebiete. Obgleich von geringem Umfang (es erstreckt sich die Erklärung nur auf ohngefähr 450 Wörter) und insofern nicht ganz zweckmäßig angelegt, als es die aus dem Griechischen ins Lateinische-und — nach der Verfasser Meinung — aus Letzterem erst in die talmudischen Schriften ׳übergegangenen Worte von den aus dem Griechischen unmittelbar ins Talmudische hinübergenommenen zu trennen beabsichtigt und dadurch in manche Anomalien geräth, gehet es doch da, wo cS eine Beleuchtung gibt, tief und gründlich ein. Bei federn Schlagworte werden die entsprechenden Hauptstelleu aus Talmud, Midrasch oder Targnm, nach selbstständiger Auswahl und eigener Forschung mitgctheilt, hierauf die Meinungen der früheren Lexikographen angegeben, selbige in einem kurzen hebräischen Raisonnemcnt entweder bestätigt, erläutert oder nach Befinden widerlegt. In einer bcsondern Columne wird jedes der erklärten Worte in lateinischer Sprache mit deutscher Ucbersetzung mitgctheilt und derselben eine ausführlichere Erläuterung über Ursprung, Haupt- und Nebenbedeutung des betreffenden Ausdrucks bei Griechen und Römern hinzugefügt. Hieran reihen sich schätzenswerthe linguistische und archäologische Bemerkungen mit angemessener Hinweisung auf die Quellen, zum Thcil die alten Classiker. — Der erste Schritt war nun geschehen, systematische Wissenschaftlichkeit mit dem rabbinischen Studium zu verbinden. Hierdurch angeregt ward sprachliches Forschen in Bezug auf die talmudischcn Fremdwörter bald zur Beschäftigung mancher jüngeren Geister ausersehen. Dieses Fach bildete nun gleichsam das Mittelglied zwischen, dem alten Talmudlcrncn und den! allgemeinen Studium. R. Nathans Aruch ward wieder hervorgesucht; man dachte über die besonders im-Midrasch Nabba häufig sich darbietendcn Beziehungen auf griechische und römische Zustände nach, las über alte.Geschichte und Archäologie nach und sah nun schon Vieles im Talmud und Midrasch mit anderen Augen als vorher an. — Eine Folge dieses Strebens war es auch) daß der nun verewigte M. I. Landau in Prag es unternahm R. Nathans Aruch in einer neuen Ausgabe mit deutscher Uebersetznng der Schlag- Wörter, hierin meist Burtorf folgend, aber mit Hinzufügung vieler, besonders naturhistorischer und antiquarischer Anmerkungen zu veröffentlichen. Anfänglich ward dieses Werk von allen Seiten willkommen geheißen. Die Alten freueten sich des dadurch zu

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