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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 7 · p. 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 7
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1853-01-01
Page
254 (sequence 6)
Language
German
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254 Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung. fmb.*) Später (wahrscheinlich gegen Mitte des 11. Jährh.) verfaßte ein französischer Gelehrter,- R. Machir,׳ein ähnliches Werk in alphabeiischck Ordnung. Beide überstrahlte jedoch R. Nathan ben Jcchicl zu Rom in seinem Anfangs des 12. Jahrhunderts beendigten und noch erhaltenen umfangreichen Lexikon, genannt ״Arnch", worin sowohl die den östlichen als den westlichen Sprachen entlehnten, in den talmudisch-midraschisehen Schriften befindlichen Worte, wenigstens ihrem größeren Theile nach, erklärt werden, auch manche schätzbare Sacherlänterungen damit verbunden sind. Die bedeutenderen Bibel- und Talmud-Commeutatoren des 12. und 13. Jahrhunderts und selbst Einzelne noch des 16. (z. B. Obadia Bertinoro) und 17. Jahrhunderts lieferten ebenfalls nicht geringe Beiträge zur Kenntniß jener Fremdworte, welche sie in die nunmehrige jüdische Volkssprache, nach Verschiedenheit der Gegend arabisch, altfranzösisch, spanisch, provencälisch, italisch, deutsch, auch slavisch, übersetzten. Aber auch mehrfache, der Erklärung jenes Wortschatzes besonders gewidmete Werke wurden von namhaften jübischen Gelehrten bis in das 17. Jahrhundert abgefaßt; theils in lexikalischer Form, theils als Zusätze und Vermehrungen zu R. Nathans Aruch, theils als Glossarien oder Vokabularien zu den Midraschim und Paraphrasen. Als Solche nenne ich hier blos Elias Lcvkta, David de Pomis, Benjamin Mnssaphka, Beer Cohn (Vers, des Matnath Kehuna), M. Lonsano, David Cohn da Lara, den unbekannten Verfasser oder Zusammenstellcr des sogenannten ״kurzen Aruch", Herz ben Mcnache'm Lemberg er (Vers, eines Glossariums zum Midrasch Nab ah), E l j a k i m Rot h c n b u r g e r **) (Vers, eines dcrgl. zu dem ganzen Targum, unter dem Titel *גאולת ותגר , wovon jedoch blos das Glossar auf die Paraphrase der 5 Megitloth cdirt wurde), D av id Sz eb erzin, Mord ech ai Krem - si er (ebenst Verf. ähnlicher Glossarien), wozu noch einige frühere Schriftsteller kommen, wie Samuel G am a und Tauch um ben Joseph, deren Werke jedoch nicht edirt sind. (Vgl. über Letztere Rapoport, Vorrede zw Erech Milliu). — Nicht minder *) Vgl. Rapoport, Jfnmerf. 11. zum Leben R. Nathans. ’*) Den Namen dieses Mannes, der aus der Vorrede der Prager Edition von 1618 zu entziffern ist, hat kein bibliographisches Handbuch; Wolf zählte den nan nbma sogar erst zu den Scriptis anonymis (II, 109). Vgl. jedoch Zunz, z. Gesch. u. Liter, S. 293, wo er bei den älteren Prager Druckwerke» genannt ist.

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