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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 6 · p. 234

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 6
Article
Genealogisches und Chronologisches bezüglich der Patriarchen aus dem Hillel'schen Hause bis auf Rabbi Jehuda ha-Nasi, Redacteur der Mischna
Date
1853-01-01
Page
234 (sequence 4)
Language
German
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234 Wissenschaftliche Aufsätze. zu bestimmt und entschieden, als daß sie blos für das Resultat eines נסנו ואמרו gehalten werden könnte. Versuchen wir, in diese Dunkelheit Licht zu bringen. Die beregte Schwierigkeit beruht lediglich auf der bisher alleinherrschenden Ansicht, daß .ר״ג דימר ein Sohn des ר״ש״בג I. gewesen sei; denn dadurch erfd)cittt רבי als 01עt הלל in männlicher Linie abstammend, wonach sein אנא מן נוקבחא bis aus הלל zurückbezogen werden müßte, was natürlich mehr als fraglich ist. Allein die erwähnte Ansicht in Betreff des Vaters des דיכגה iS ist eine u nrichtige, wie sehr sie auch verbreitet ist und obgleich sie bis. in die ersten nachtalmudischen Geschichtsquellen hinaustagt. Ihre Urquelle ist unstreitig die bereits oben citirte Stelle aus Sabb. 115 a und Tosest, sabb. 14, wo erzählt wird, N. Chalafta habe zu R. Gamaliel (ריבנה) gesagt: ״ich sah einst רבן נמליאל הזקן, den Vater Deines Vaters" (אבי אבין״) ... Die nachtalmudischen Chronologen haben wahrscheinlich hieraus gefolgert da kein anderer Sohn des N. Gamaliel Ha-Saken außer ר״שבג I. bekannt ist, so muß dieser der Vater des ר״ג רימה gewesen sein. Allein abgesehen davon, daß das אבין״ an und für sich noch keineswegs zu der Annahme, es sei darunter רישב״נ I. gemeint, berechtigt, — so wird es rücksichtlich der von uns oben erhobenen Schwierigkeit überhaupt fraglich. Es ist aber nicht nur fraglich, sondern evident falsch. Soferim 5, 15 findet sich dieselbe Erzählung; da heißt es jedoch nicht: אבי אביך, sondern: 5אבי אמך), und das ist offenbar die richtige Lesart, trotzdem, daß der Text der Tosefta zu Gunsten des בבלי spricht. Nimmt man aber an, daß דיבנה iS nicht ein S o h n, sondern ein Schwestersohn des ר״שבג I. gewesen sei, so ist nicht nur die erwähnte Schwierigkeit gehoben, sondern auch in anderweitigen, das Hillel^sche Haus betreffenden Fragen Licht gewonnen. Demnach behält das הלל מוץד״" in N» Lewi's genealogischem Fragment seinen traditionellen Charakter, während Rabbsts Aeußerung: אנא מן נוקבחא auf der geschichtlichen Thatsache beruht, daß sein Großvater R. Gamaliel de-Jabneh ein Tochtersohn des הזקן iS gewesen, Rabbi mithin von הלל oder mittelbar von NN nur Ln weiblicher Linie abstammte. Muß es ja ohnehin befremden, daß ריבנה iS nirgends nach seinem Vater benannt wird; warum heißt es nicht einmal auch רבן שמעון p iS, gleich wie es in Bezug auf die beiden ר' שמעון stets רשבג heißt? — Bei הזקן iS war die Nennung des Vaters zur nähern Bezeichnung 5) Freilich in den neuern Ausgaben findet sich neben אמך in Klammern 28יך , was aber, wie selbstverständlich, nur eine vermeintliche Emendatjon kritikloser Herausgeber ist.

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