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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 5 · p. 197

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 5
Article
Die talmudische Topographie
Date
1853-01-01
Page
197 (sequence 8)
Language
German
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197 Wissenschaftliche Aussätze.- ist. HrtDr.-Fürst-hat darüber das Nöthige zusammengetragen (Orient, L -Bü Nr. 15). Nur verwechselte Hr. Fürst öfter dieses כוכי am Tigris mit מ כוכי unweit Pumbadita am Euphrat. — Mit אקרא דתולכנקי vergleicht Hr. R. Thebbencane des Ptolomäus bei Bischof: diesen Ort setzt Nab als den nördlichsten Punkt des jüdischen Babyloniens am Euphrat. Von da bis südlich zu בי כוכי bei Pumbadita (eine andere Lesart ist כי כוכבי) sollen nach talmudischer Nachricht 22 Pherseng (Sabbat 60 h) gewesen sein. ארדשיר, eine häufig im Talmud vorkommende Stadt, setzt Hr. R. ganz richtig ganz in die Nähe der parthischen Hauptstadt Ktesiphou (אקטיספון קטיספון); früher hat es Seleucia geheißen und erhielt durch den sassanidischen Eroberer Ardschir den letzten Namen. Hr. Fürst irrt, wenn er Ardschir in die Nähe Pmnbaditas versetzt. Zu bedenken ist noch hierbei die Lage von Coche, da dieses auch das alte Seleucia sein soll. Wie die Geographen bemerken, besonders Ammian: ״Coche quam Seluciam nonrinant.“ Der wichtigste Punkt der jüdisch-babylonischen Geographie ist 1mstreitig die Benennung בבל im engsten 011tne, welche Gegend darunter verstanden sei. Mit Recht behauptet Hr. öt, daß Nahardea nicht den Namen Babel führte. Ob aber Sura, wie Hr. R. positiv hinstellt? Hr. N. will damit beide chronologische Lesearten rechtfertigen: " וכד iw כשנת ת״ק: ירי רב לכבל יכשנת תק״ל; das letztere nämlich bezöge sich auf Rab"s Niederlassung in Sura. Die Beweise des Hrn. R. sind nicht sehr stark, und es lassen sich andere entgegensetzen. Der Hauptbeweis (S. 142 — 43), auf den Hr. Vers, zum Schlüsse des Bandes S. 282 zurückkommt , beruht gar auf einer falschen Lesart. Hr. R. will den תירוץ. כל רהוא des Talmuds הא מקמיה הא לב־חר דא תא רב לבבל fuxernst nehmen, und es auf'Sura beziehen, weil R. Juda (ONO) ,zwei entgegengesetze Halachas im Namen Rab's mit- -iheilt.. Diese Leseart ist jedoch falsch; in unseren Msgaben steht allerdings: אמר ר' יהודה כוש פ יה דרי שמואל בר.שילת; diese Leseart ist aber bei einiger Mberlegung durchaus unsinnig.' Nab. Nissim (üt מפתח S. 57d) hat aber die richtige Leseart: אמר רב יהודה כריה דרי שמואל בר שילת . Somit ist die Spitze vom Hauptbeweise des Hrn. R. abgebrochen. Dem Beweise von בית רבינו שבבבל für Sura läßt sich entgegensetzen וכך אנו מהנין להדליק — במת רביגו שבבל ובשתי ישיבות (Aruch Art. נר). Eine Stelle spricht ziemlich deutlich, daß unter בכל nicht Mata Mechassia zu verstehen ist 'רבינא סר סכינא בבבל אל ר אשד מאי טעמא עבד מר הכי . איל והא רב המנונא אורי בחרתא דארגן י (Erubin 68 a). Nascht gibt die Erklärung hierzu (ואני(רבינא לאורי בבבל לא הורתי •כמחא מחסיא —ד— (ibid.). Dieses Thema bedarf noch einer -gründlichen Erörterung, denn selbst-Scherira's Satz,, daß Mate-

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