Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die talmudische Topographie
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 196 (sequence 7)
- Language
- German
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:196 . Missenschaftliche׳'Aufsätze. -Südgrenze des jüdischen Babyloniens am Euphrat angegeben wird. Auf der Insel, welche die babylonischen Zwillingsflüsse vor ihrer Mün- ' düng ins Meer bilden, die.Mesene (s^Q) hieß, war eineStadt Apamiä, mit dem Beinamen das - mesenische (^xonün M86V.0 60gnvm1nLi8,:.bei Ammian). - Ebenso nennt , der Talmud ein אפט^א רטשח^א :טיש^יח. Die Mftner galten, als unverschämt,. von .Sklaven und. Bastarden, .namentlich von den Einwohnern Palmyras (Tadmor) ab stammend; deßwegen waren eheliche Verbindungen mit-ihnen ׳ ausdrücklich verboten, und es entstand darüber ein Witzwort ,טישק טייחר . Auf das nnesenische Apamia wurde diese Abneigung übertragen. Ein anderes Apamia führt der Talmud an, nur ein Pherseng von dem mesenischen entfernt, dessen Bevölkerung zu den Unbescholtenen gehörte. Unterschieden wurden beide durch ihre Situation in Ober- und Nieder- Apamia חרחי אפטיא חרק חרא.עיליתא וחרא חח^חא . Hr. R. hält beide für-eine Stadt:, die .sich also eine פרסח ausgedehnt haben muß. Hr. R. nimmt hier und ausführlicher im ersten Artikel אספמיא Gelegenheit, einen. weit verbrei- Leten, folgenreichen Jrrthum zu berichtigen, der nicht blos Kleingeister, sondern auch Forscher wie Zunz in den Zauberkreis gebannt Hai. Im Talmud wird erzählt, ein Jizchak 9tefch-.Geluta reiste von קורטבא nach אספטיא und starb daselbst; man richtete daher von dort aus 'eine Halachische Anfrage in Betreff desselben. Was kann man weniger, aus dieser.schließen, als daß zur Amorazeit Spanien von Juden bevölkert war, die in lebhaftem Verkehr mit Babylonien gestanden habend Herr Jost läßt sich die Gelegenheit nicht entgehen, wacker aus die Unwissenheit der Nabbinen loszuarbeiten, welche sich Korduba außerhalb Spaniens gedacht haben! Mit einem Federstrich vernichtet Hr. R. alle diese Herrlichkeiten. Anstatt אטפטייא müsse es heißen. אפסיא; unwissende Abschreiber haben aus diesem babylonischen Apamia, so. wie aus dem syrischen Apamea אספמיא gemacht in Mischna und Talmud. Für קורסבא schlägt Hr^ R. vor Cartara in, Mesopotamien am Tebris? Mir scheint es die Landschaft Corduena, Kurdistan z-n sein; denn חיטי קלד־דגיתא, das Nascht sehr treffend mit .הרי.אררט wiedergibt, ist in Jeruschalmi geschrieben . . חיטי קורטבגיות כמדבר אקרא. Von diesem Worte hat Hr.M. mehrere Artikel; er erklärt es sehr richtig mit dem griechischen-:angct, Burg, Kastell; die Benennung stammt׳ ans der Herrschaft der Griechen über Babylonien. Im Talmud kommen mehrere Ortsnamen mit der Zusammensetzung Akra vor אקרא י 4,אקרא רתגלכנקני ,אקרא:דשמותא.:,אקרא דסליקוס; ,אקרא דהגרומא ,חא^טא die Hr. R. annähernd geographisch bestimmt.Üebergangen hat Hr. R. .?2VN.אקרא (Iowa 11. dort<Merhäst ->2O)>:.das Kastell Eoche, rrahe an Machnsa, unweit C.tesiphon,׳ das historisch, .und :geographisch . wichtig