Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die talmudische Topographie
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 195 (sequence 6)
- Language
- German
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195 Wissenschaftliche Aufsätze. אמר מאיתי רקירא דלעיל (איין מכרכין ע^ פרת שנשתנה; מהלובו על ידי אדם) (Berachvt 5 9 d). Dadurch ist also die Identität von Hit und Dakira erwiesen, die *beut * großen Geographen Ritter -entgangen ist. Wichtiger jedoch ist das Ergetzniß, daß. Dakira die N-or-dgrenze des .jüdischen Babyloniens am Eup hrat ׳war. Von -da an waren -die Städte entweder ganz oder :größtentheils von Juden bevölkert; Dakira selbst aber ׳wird als eine nur van wenigen Juden ׳bewohnte Stadt angegeben (!אימא. מאיד,י דקירא אחא (ואון ישראל מ18יי (B. 24 ב ב a). Darum nimmt auch R. Jo.chan.au'Dakira als GrenzpunkL in -Bezug auf den Stammesadel an, so?daß das ganze Gebiet, -was über Dakira hinaus liegt, -als zweifelhaft betrachtet wird. והיפי קימא (שוט• מישוט) מאיתי דקירא; ולעיל (Kidusch.in 7Ä). Die eigentliche Grenze, die R. Jochanan angibt,, bis ניומא (nach Raschi .נרמא) scheint in der Nähe Dakiras gelegen zu haben.— lieber die'Lage Hitss oder Dakiras hat sich Hr.-R. jedoch durch Bischof zu einem Jrrthum verleiten lassen, nämlich diesen Ort auch Hella zu nennen, in der Nähe des alten Babel. Ich weiß nicht , was Bischof.auf diesen -Einfall gebracht hat, da -kein Geograph Hit mit Hella zusammenstellt.; aber falsch ist. diese Vergleichung -ohne Weiteres. Denn Hit-Dakira liegt nördlich von Anbar (Ph-iruz- Schabnr und da Tndela Anbar mit Pumbadita identificirt auch -von letzterer Stadt) und von Anbar nach .Hella sind auch noch 3—4 geo- -graphische Meilen. Herodot gibt die Entfernung von Hit ■(■lg) nach Babel durch .8 Tagereisen an:!,cm ds allri nolig (y7g) dns%ovaa okxco ruiBQtov oöov äno Baßvl&vog (I. 179). Hr. R. glaubt in Herodot emendiren zu müssen, - anstatt 8 Ta-ger eisen -soll es heißen 8׳ Stadien, d. i. ckaum Meile; das heißt aber die Oertlichkeit zu sehr auf einander rücken, daß die Stadt His-Dakira nur Meile von Babel gelegen haben soll. Auch ist es bedenklich, im Herodot eine Emeudation vorzunehmen; der-Herodotssche Text hat die Feuerprobe der Kritik bereits überstandeu mnd man kann.damit nicht!so umgehen, wie mit verwahrlosten *Texten.;Zu dem legt Ritter die Herodot'sche Stelle als geographisch richtig zu;Gründe. Es äst übrigens ausfallend: während Hr. R> die Nordgrenze Babyloniens am Tigris so weit ausdehnt, läßt er sie am Euphrat so .sehr zusammenschrumpfc4t, daß vom Herzen Babyloniens (Babel-Hella) bis an dieGrmze des jüdischen ׳Landstriches (Hit-Dakira) nur;8 Stadien -sein sollten׳! In demselben Artikel vergleicht Hr. N. שוט מישוט mit Zetha, Megia bei .׳Zofimns; .es ist aber gewiß nicht-anders als Somosäta, das syrisch auch;שמיי שוט hieß. אפמיא. Im zweiten Artikel dieses Namens bezeichnet Hr. N. sehr;genau die Lage;dieser.südbabylonischen Stadt, die im Talmud als 15 *