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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 5 · p. 185

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 5
Article
Briefe aus Prag
Date
1853-01-01
Page
185 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Briefe aus Prag. 183 der Repräsentanz zu nennen. Er hat mit geistvollem Blicke die Tiefe seiner Aufgabe erfaßt und liegt ihr durch einen großen Th eil des.Tages mit anstrengender Ausdauer ob. Sehr gern erwähnen wir auch der Thatigkeit des vielbeschäftigten Fabrikherrn Herrn L. von Portheim, der, wenn die Repräsentanz, deren Mitglied er ist, ruft, sich mit Wärme aus seinen Posten begibt und mit seinem praktischen Takt und tüchtiger Gesinnungskrast die Angelegenheiten der Gemeinde beräth und fördert. Wir nennen noch die Herren B. Frankl und S. Frankel, die viele Thätigkeit entwickeln , und müssen nur sehr bedauern, daß die engen Schranken, in denen der Bericht sich halten muß, uns nicht gestatten, auch noch die Namen der andern Mitglieder der Repräsentanz hervorzuheben. Unsere Gemeinde hat in der neuen Constituirung ihrer Verwaltung und in der Wahl dieser Männer, einen Glückswurf gethan; sie steht an einem Wendepunkt: ein Versehen bei dieser neuen Gestaltung wäre von den unberechenbarsten Folgen , würde aus eine Reihe von Jahren hinaus verderben und einst als furchtbarer ^Ankläger gegen die Jetztzeit auftreten , die in ׳ den Fehlern der Vergangenheit eine reiche Belehrung finden konnte, der eine abgelausene Periode laut und warnend zürnst, :die jetzt dargebotene, selten wiederkehrende Gelegenheit zu einer gedeihlichen Umgestaltung nach allen ihren Ausläufen zu würdigen und den Blick auf das geistige Wohl nicht minder als auf das materielle zu richten. Und in der That taucht auch von mancher Seite der bange Zweifel aus, ob nicht schon Manches versehen sei und.-die Repräsentanz manches Wesentliche aus den Augen verloren habe. Der folgende Brief wird die weitere Ausführung bringen; für jetzt nur noch die Mittheilung, daß die Wirksamkeit der Repräsentanz auch von Seiten der hohen und. höchsten Behörden , der Kreisregierung, und der Statthalterei, dem Vernehmen nach gerechte Würdigung findet und ihr in dem Streben nach Besserem ,'wie es sich überhaupt als charakteristisches Zeichen der österreichischen Negierung kundgibt, hülsreich entgegengekommen wird. v. ' Gehen wir etwas näher auf die Wirksamkeit eines Cultus- oder Religionsvorstandes , als welchen sich die Repräsentanz gibt, ein. In seinen Kreis gehört die Herbeischaffung der materiellen Mittel und deren entsprechende Verwendung, sowie die Verwaltung der etwa vorhandenen Fonds und frommen Vermächtnisse. In einer zahlreichen-Gemeinde, wie in der zu Prag, ist diese Aufgabe.von großem Umfang und bedarf der aüsdauernsten Arbeitskraft. Ziehet man in Betracht, welche Umsicht eine gleichmäßige Reparation und Aufbringung der Mittel erheischt,

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