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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 4 · p. Seite 155

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
Seite 155 (sequence 4)
Language
German
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155 Neeensionen;und ־. Anzeigen. Schriften,, die von ihren Verfolgern kamen, studirten und berücksichtigten. Von diesem Gesichtspunkte ist Hr. I., wie er S. 6 und 15 bemerkt, bei Edirung der vorliegenden Schrift ausgegangen, . welche die in der 2. Hälfte des fünfzehnten Jahrh. von dem jüdisch-spanischen Gelehrten 'Ali ben Joseph ^abillo verfaßte hebräische Uebersetzung eines Theiles der Abhandlung ״über die menschliche Seele" von dem unter die christlichen Heiligen versetzten, auch als Philosoph seiner Zeit berühmten Dommieanermönch Thomas von Aquino enthält. — Es würde den für diese Anzeige bestimmten Raum überschreiten, auf Einzelnes in diesem interessanten Schristchen näher einzugehen, worin Forscher und Literarhistoriker manches! Wissenswerthe finden dürften.. Nur so viel sei) noch bemerkt: wenn der Herausgeber S. 7 angibt, Th. v. Aquino mache einen Lehrsatz Jbn Gebiroks (״vom Unwillen Gottes") zü dem Seinigen, so muß hinzugesügt werden, daß er hingegen in der edirten Abhandlung. (S. 13 d. hebr. Textes) gerade der Gebirokschen Theorie: ״von Materie und Form der Seele" entgegentritt. — Die Stelle, woraus. zu entnehmen, daß Isaak Abarbanel sogleich wußte, ״,daß der von Aquino citirte Avieebron identisch mit Jbn Gebirol sei" (S. 15) hat Hr. I. nicht angegeben. Daß der So'hn Ab arbaneks es wußte, hat bereits Unterzeichneter (S. 64 Anm. XXXIV. der deutschen Bearb. von Munks Philost und philost Schriftsteller der I.) aus'einer Stelle der vialoZui äst aurors geschlossen. 7— Ein Verzeichniß aller üks Hebrätsche übersetzten Schriften von Albertus Magnus und Thomas von Aquino ist angehängt, auch darf die S. Vir des hebr. Textes angefügte׳ bibliographische Notiz nicht übersehen werden. — ., 3) Diese dritte Gabe ׳.wird Vielen wohl die willkommenere fein sie' ,bringt uns׳ eine Dissertation oder׳ eigentlich einen Vortrag, den R. Mose ben Nachman im Jahre 1263 vor dem auf dem Titelblatte genannten König von Aragonien gehalten haben soll und den man bisher nur aus einer alten, ziemlich׳ verstümmelten Prager Edition kannte. — In dem Vorwortecharakterisirt der Herausgeber den Mose ben Nachman seinem Wesen nach als eine Mischung UND Durchdringung der beiden Persönlichkeiten Maimonides" und Abrst^ben Davids II. ( des Antagonisten Mks). Man könnte aber vielmehr behaupten, daß Nachmanks Schriften noch einen Vorzug. haben; sie athmen durchgängig den Geist tiefinniger, das Herz׳ ansprechender Frömmigkeit, die ihre Aufgabe erst dann vollbracht siehet, wenn man auch den sittlichen Werth der beobachteten frommen Handlung klar׳ erkannt Hat und gemüthlich davon durchdrungen ist. Die Schrifterklärungen Nachmanks verirren sich nicht zu sehr in philosophische Deutungen, wie zuweilen bei Maimonides, und sind gleich weit entfernt von der, selbst gröberen Anthro- 12 *

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