Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die talmudische Topographie
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
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150 Missensch astliche Aufsätze. ml ׳probat; man könnte hieraus eben so gut beweisen, daß׳ Jabneh ebenfalls im Stamm Sebulun gelegen habe, was Herr Schwärz selbst, nicht zugibt. Offenbar beruht die Pointe dieses Midrasch -aufSepphoris ga 1t j alle!n, das zu Zeb 11 ( 0n geh ört h at; von den übrigen Synhednälstädten hingegegen ist hier keine Rede, sie sind nur der Vollständigkeit wegen angeführt. Nur aus anderen Stellen, die Herr R. eines andern Zweckes wegen cit'irt, laßt sich'mit Gewißheit entnehmen, daß Uscha zu Galiläa gehört hat. — Nach der hadriani- .scheu Verfolgung versammelten sich die Weisen, besonders die sieben Jünger N. Alibis, in Uscha, sie luden die Aeltesten Galiläas גליל) zu einer Art Synode ein. Nach dem Schluffe derselben dankte N. Juda, der Sprecher, den Gästen für ihre Mühe, daß sie von 10— 40 מיל (in. p. 8 g. M.) sich eingestellt haben. Läge nun Uscha in Judäa, so hätten die ״Aeltesten G alil ä a^s^ mehr, al s 40Meilen machen'müssen. Uscha muß also in Galiläa gelegen haben. Den Beweis aus dieser Stelle hat schon Relaud (Seite 1062). Hiermit stimmen die Thatsachen überein,? daß ber Schauplatz der Tanaiien vor und nach dem barkochbäischen Aufstände in Galiläa war, Judäa spielte -hierbei fast keine Nolle, was aber hier aüseinanderzusetzen,- zu weitläufig wäre. Wenn Schefa-Amar identisch wäre mit Schefar-Am, das Robinson und Schwarz östlich von Jlaifa und nördlich von Sepphoris gefunden haben (N. Palästina III. S. 1088 und Schwarz S. 966.), so wäre hierdurch die ungefähre Lage׳von Uscha bestimmt. Ueber den Zeitpunkt, wann Uscha Synhedrialstadt geworden ist, hat Herr N. viele Stellen mit erstaunlicher Gelehrsamkeit zusammengetragen und -sie mit glänzendem Scharfsinn in Zusammenhang gebracht. Allein nichts desto weniger scheint mir das Resultat nicht befriedigend. Herr N. denkt sich die Sachlage folgendermaßen: Nach dem Aufhören der hadrianischen Verfolgung seien die ״Weisen " verstöhlen in Uscha zusammgekommen, fern von der lauernden Aussicht der römischen Behörden, weil trotzdem die politische Atmosphäre noch nicht ganz rein gewesen. Der Patriarch R. Simon b. Gamaliel II. sei allem Anschein nach ursprünglicher als die Stelle .31 ר״ר. Nur ist dabei bermrkenswerth, daß darin keine Erwähnung geschieht von der zweimaligen Wanderung von Jabneh nach Uscha. Merkwürdig ist ferner, daß das ספר שג£חי ירושקים von einem Anonymes, eine andere Leseart itr der citirten Stelle hat, welche dasEnb nawb Emvi nicht gekannt zu haben scheint. Unsere Leseq-rt scheint überhaupt nur zu Gunsten der Parallele der mpvv entstanden zu sein. -Die Rückwanderung von Jabneh nach Uscha bleibt׳ also höchst problemalisch.;; . ■ ־.; .׳. v . -