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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 4 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 4
Article
Die talmudische Topographie
Date
1853-01-01
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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Wissenschaftliche Aussätze. 151 nicht unter ihnen gewesen, sondern habe׳ noch in Jabneh geweilt; später erst habe auch er seine Residenz nach Uscha verlegt. R. Jsmael, der zu den Auswanderern nach Uscha (הולכי אלשא) w* gezählt wird, gehörte demnach auch zu dem Tanattengeschlechte nach, der hadrianischen Katastrophe, welches das Synhedrin in Uscha konstituirt hat, obwohl sein Name in dem Kataloge der Synode Damals also nach Hadrian seien die berühmten Verordnungen Uscha-s. (תקנות.אלשא) zu Stande gekommen, die Herr N. mit der Zeitstimmung in Beziehung setzt. Allein für einen solchen Pragmatismus spricht kein einziger lauter Beweis, drei Momente aber sprechen dagegen. 1) N. Jsmael, der zu den דיללבי אלשא gehört, ist doch wohl kein anderer, als N. Jsmael b.,Elisa, der, halachische Gegner R. Alibis, das Mitglied des zweiten T.-Geschlechtes. Nun von diesem ist ja nur zu gut bekannt,, daß er als Märtyrer der hadrianischen Verfolgung umkam, und zwar noch vor N. Akiba (Vgl. vor. Jahrg. Maihest 316, 319); wie konnte ernun nach ber hadrianischen Verfolgung an der Konstituirung des Uschaischen Synhedrin mitgewirkt haben?' Herr N. müßte denn drei N. Jsmael annehmen, wie der -Vers. des. Seder-ha-dorot!!! %) Der Ausdruck הוליי אלשא will offenbar prägnant eine absichtliche Übersiedlung von Jamuia nach Uscha, ein Auswandern des Synhedrialkörpers, und nicht ein zufälliges Zusammentreffen, andeuten. 3) R. Eleasar b. Zadock, ein ebenbürtiger Tanai aus R. Gamaliells Zeit (des zweiten T.-Geschlechts), war in Jabneh und später auch in Uscha, und richtete eine Anfrage an das uschanische Collegium. Herr N. stellt zwar dieses Factum in Abrede und behauptet, N. Eleasar b. Zadok sei. )vährend R. Gamaliells Patriarchat ein Jüngling gewesen: שכן ראי 1בר'י צדוק לא יהיה בן דורו של ר ג ממש רק היה נער . Dem ist aber nicht so: Jeruschalrni stellt ün Gegentheil auf, N. Eleasar müsse vor dem Untergang des Tempels mindestens zehn Jahr alt gewesen mn כדחמא (ראכ״צ) הא מלתא. (שריפת בח כהן בפני הבית) לא פהלה מבר עשר שנין (Synhedrin VII. L). N. Eleasar tradirte nämlich, er habe eine ehebrecherische-Priestertochter auf einem Scheiterhaufen (widergesetzlich) verbrennen sehen; daraus wurde ihm erwidert: er sei damals noch jung gewesen, und seine Wahrnehmung könne nicht als halachische Tradition ausgenommen werdend) R. Eleasar erzählt noch Mehreres aus der Tempelzeit: ״Wir sind über Gräber geschritten, um .7) Dieses Factum von der Ausübung der peinlichen Gerichtsbarkeit steht nicht im Widerspruch mit der Nachricht, daß 40 Jahre vor der Zerstörung diese Gerichtsbarkeit aufgehoben wurde. Jur Zeit der Revolution übte das Synhedrin. auch, diese Functionen aus, wie Josephus berichtet, und in dieser Zeit mag R> Dieser seine Wahrnehmung gemacht haben.

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