Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die talmudische Topographie
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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147 Wissenschaftliche Aufsätze. worin- N. Meir und später R. Chija b. Sarnuki mit noch einem Genofsen das Schaltjahr bestimmt habe. Herr R. behauptet, es sei darunter Sardes in Lydien zu verstehen, das auch Asia hieß. Er berührte aber nicht die gewichtige Frage, die Tososat (Sanhedrin 11.^) unbeantwortet gelassen haben: wie denn im Auslande diese Funktion ausgeübt werden dürfe, die ja nicht einmal in Galiläa vorgenommen werden durfte? (Siehe oben S. 109) Durch den . Nothstand kann diese Uebertretung nicht, entschuldigt werden; denn in Jeruschalmi wird nur der einzige R. Chananja namhaft gemacht, der diese Function Widergesetzlich im Auslande ausgeübt hat.^) Herr Schwarz (S. 4u. 130)' stellt meines Erachtens die richtigere Ansicht auf, daß dieses Asia nicht in Kl ein asien, sondern in Palästina zu suchen sei; er weist nach, daß es südwestlich von Banias- Caesarea Philjppi (קפר־ירן) einen Ort gibt, der noch jetzt Asias heißt. Er vergleicht damit die Stelle: עיר אחת היחרז כארץ ישראל ועססיות שמה (Gittin 4), so ba|r עססיות עסיא wäre. — Noch eine andere Schwicrigkert erhebt sich gegen Herr R?s Behauptung, die ■בגי אסיא kamen 3 mal nach Jabneh wegen einer. Frage über מי חטאה , das nicht gesetzmäßig geschöpft war. Diese Frage war keine theoretische, sondern eine praktische, denn es wird hinzugesügt, daß.man ihnen die Frage wegen הוראת שעה erleichternd entschieden hat, (Tosifta Parah VI.). Wozu hätten aber die Klein asiaten, die Sardenfer Neinigungswasser gebraucht? Aber die Palästinenser brauchten es auch. nach der Tempelzerstörung. Herrn Schwarzf Ansicht hat alles dasjenige für sich, was Herr N. gegen sich hat. ארבל. Im 1. Artikelhat Herr N. viel Vortreffliches über diese galiläische Stadt zusammengetragen, was jedoch Reland bereits theilweise hat. Nach Parchi lag Arbela geographische Meile , nordwestlich von Liberias in einer Thalebene, die im Talmud ב^עת ארבל Heißt. Von da aus gab es eine herrliche Aussicht, die N. Chija Gelegenheit gab zu einem schönen. Bilde von der allmaligen Erlösung Israelis. . In Arbela verfertigte man grobe Leinwand (כלי. פשתן־ גסין הבא ין מאוכל), welcher die feine Leinwand von Betsan entgegengesetzt wurde. Arbela gab eine Art Spindel den Namen כוש הארבלי; auch einem Getreide- 4) Durch bicfe Stelle wird auch das Factum zweifelhaft, ob N. Akiba in Nahardea das .עבור שגד vorgcnommen h^be, Es würde sonst in Jeruschalmi erwähnt sein. Es ist auch auffallend, daß in Jeruschalmi bei der Erzählung von N. Chananias widergesetzlichem Verfahren das Beispiel R. Akiba's nicht vorgebracht wird, wie im Babli geschieht. Die Jeruschalmi - Nachricht ist jedenfalls authentischer. Die Stelle: אמר ר, עקיבא כשירדתי לנהרדעא לעבור fs. Jerus. anstatt .שגד. (לעבר שגד, bedarf einer andern Erklärung.