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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 3 · p. 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
119 (sequence 7)
Language
German
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Neeen fronen und Anzeigen. 119 vorliegenden Stoffes beansprucht wird, eine etwas gedrängtere Kürze, ja sogar Weglassung manches nur lose zusammenhängenden Lheils zu wünschen gewesen. Dem Talente des Herrn Vers, wäre es unschwer geworden auch an Stellen, wo der gesammte Stoff zu viel Anziehendesbietet, als daß auf einen Theil verzichtet werde, durch eine Theilung nachzuhelfen und die Erzählung zweimal aufzunehmen. So S. 157 ״N. Jehuda der Fürst". Die schöne, tiefhumane Pointe ״Erbarmen mit den Thieren", wird durch die daran gehängte Fortsetzung mit Ehaja vermischt.. Hierher ist anch zu beziehen S. 80 ״die Zerstörung von Jerusalem", S. 132 Rabbi Akiba.—-Der Vers, wurde auch zuweilen von seinem Stoffe überwältigt und verlor sich zu sehr in manche frü- Here naive Redeweise, die unserer Anschauung nicht zusagt. So das an sich treffliche ״Mosel/s Berus zum Segen" (S. 62 , das auch trefflich wiedergegeben ist; nur kann der heutige Leser sich schwer damit befreunden, daß Moses, der bescheidenste aller Menschen, seine Vorzüge rühmend aufzählt. Durch eine einfache Wendung,-wo ein Anderer, etwa Gott selbst, für Moses spricht, wäre das Abstoßende leicht zu mildern gewesen. Das innige Band, das sich um Gott und Israel schließt, ist sehr lieblich in folgendem Stücke ausgedrückt: Die Laube. Du wirst, mein VE, der Taube gleich genannt, Du bist, mein Volk, der Taube nabverwandt. Wie dem, mr sie zum Trauten sich erkoren, . Die Laube vleidr in Treue zugervaudt, So bist tu lreugevlieden deinem Freunde, Dem dich dein Schwur, dein Kunteswort verband. Wie still den Hals zum Lode streckt die Laube, Nicht zuckend vor dem Stab! in Würqcrs Hand, So bliebst du still, wenn Todesqual und Leid Um deiner Treue wrllen dich umwand. > Wie nach der Flut, die alles Leben tilgte. Mir WeqrnschwaU bedeckend Meer und Land, Die Taube kam, ein frisches Oel latC tragend, Ein Zeichen, daß des Zornes Dräun entschwand, So bist auch du als Gottes Friedensbote, Als H»rold seines Wortes ausgesandt. .^Der Herr Vers, hat wohl erkannt, daß dieses innige Verhältniß in den gemüthlichsten Bildern wiederkehrt: es bildet, wie oben bemerkt wurde, den eigentlichsten Inhalt der Hagada. Wenn hierüber hier weniger Bearbeitungen geboten werden, so mochte Herr S. mehr dem Erhabenen als dem Sentimalen einen Platz einräumen wollen. Vielleicht wäre jedoch statt des, dem Sententiösen sich nahenden ״Joseph" (S. 17) die schöne Gemütbssage, daß dem der auf ihn wild einftürmenden Verführung fast erliegenden Jüngling das Bild seines Vaters

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