Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 118 (sequence 6)
- Language
- German
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18־1־ Recensionen und Anzeigen. Bedurfte. Doch es wirbelt nicht die Pfanne Anmutbige Säulen süßen Opferdufts,. Der Psalter schweigt vom Lobgesang des Herrn, Und in dem Horn, dem freiheitkündenden, ׳ Erstirbt die Stimme. — Aus der Schaar der Priester, Gehüllt in's heilige Gewand des Tages, An dem ec in des Tempels Innersten Das Volk mit Gort versöhnte, schreitet sichern, - Gemeßnen Gangs der. greise .Hohepriester Bis an den Rand der Zinne: Herr der Welt, Beginnt der Greis, du hast an.deinen Tempel Den Brand gelegt.— denn wer als du vermocht es? — Schon schlägt die Flamme aufwärts, wir ersticken Zm Dampft fast. Wir danken dir darum, Weil du.uns nicht erleben lasten wolltest, Daß an dem Ort, wo. deine Lade stand, Der blutigen Götzen Babels frevler Dienst Begangen werde. Nutzlos sind darum Wir, deine Priester, worden. Wem als dir Gab' ich das Seichen meines Amtes wieder, Das du in guten Lagen mir vertraut? Du nimm es an und leg' es in die Hand Dereinst des Hestern Mann's. — Nun greift der Alte In seines Mantels Falten nach dem Schlüstel, Mit dem er eben erst das Tabernakel Verschlossen hafte.. Hoch empor zum Himmel Hält er den güldnen, der im Wiederscheine Der Flammen, unten und der Sterne droben Gar wundersam erglänzt. Und eine Hand Langt aus den Wolken und ergreift den Schlüstel, Den sie in heiligen Gewahrsam legt Vor.׳ Gottes Thron. Als er dies gesehen, Stürzt sich der hohe Priester und ihm nach Die Schaac.Her Priester in das Flammengcab. Nachstürzt die Kuppel und bedeckt die Stätte, Wo die Getreuen starben, Gottes Priester, Des Volkes roher Neugier sie entrückend. Herr S. gehet in dieser Abtheilung über die biblische Periode hinaus, und ziehet die Zeit des zweiten Tempels und sogar die Tage der Hadrianischen Epoche und noch spätere Vorgänge in diesen Kreis. Es wurde schon oben bemerkt, daß in der nachbiblischen Zeit der Erzählung häufig der poetische Relief abgehet, und selbst der Meisterhand des Herrn S. will sich zuweilen der spröde Stoff nicht fügen. Manche hier wiedergegebenen Erzählungen konnte eine poetische/Seite nicht abgewonnen werden, und sie überschreiten nur schwach die Grenze der Legende. Anderen wäre,. La doch nicht die vollständige Wiedergabe eines