Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 117 (sequence 5)
- Language
- German
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Recmsionen und Anzeigen. Am Freitag um die Dunkelstunde schon, Da war ein Sündiger der Erdensohn, Und aus der Pracht ward er'Hinweggetrieben, In der er nur so kurze Zeit geblieben. Die׳ Engel riefen nach ihm, voller -Trauer r Den Menschen sieh', deß Glanz ist ohne Dauer! Da kam des Sabbats hei.l'ge Feierstunde, Sie trat mit sanftem, mildberedtem Munde Für Adam auf, der sich bedeckt mit Schmach, Sie ward sein Anwalt, und also sie sprach: O Weltenherr, durch sechs der Werkeltage Sah ich nur Werden, Blühen — nicht Leid, nicht Plage, Keins deiner Werke ward auch nur bedroht, Kelns ward gerichtet, keins verdammt zum Tod. Wie? hältst du mich zum Rachetog bereit, Mich, den du heiligend, segnend Haft geweiht? Als Adam nun des׳ Sabbats heil'ge Macht So augenscheinlich an sich selbst erfährt, Denkt er: der solchen Segen bat gebracht, Der sei von mir geheiligt und geehrt. Er stimmet an in heil'gem Seelendrang Den SavvalpsaLm, der da zuerst erklang. Und lange war das alte Lied verschollen, Bis Mosch kam und wieder es erneut, Hinweisend auf die ferne dunkle Zeit, Den Weltensabbat, jenen weihevollen, D»r, wenn die Welt und ihre Pracht zerstört, Dem Herrn der Welt allein zu Rast gehört. Der Tod der Priefter. Die Sonne sinkt. Schon brechen lichte 'Flammen Aus Gottes Tempel. Babels wilde Krieger, Vom Würgen matt, vom blutigen Sieg besiegt, Ruhn endlich von der Arbeit. Alles schläft, Der Tod und auch das Elend. Wie der Leib Vor jener dunkeln Lrennungsstunde schauert, Vor der Geburt des-Ewigen bangt und bebt/ Das aus dem irdenen Gefäß sich losringt, So schauerst du vor Babels Lodesftreich, Du ewige Stadt. Er trifft — und tödtet nicht. Und immer stiller wird's in Zions Gaffen. Da auf des Templs Zinne regt'es sich. Es öffnet sich das Dach und paarweis schreiten Die Priester, weißgekleidete, hervor. Der Eine tragt die Pfanne, der die Leier, Das Schlachtbeil der und der das Horn der Freiheit; Ein Jeglicher, was er zum Tempeldienst