Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Essäer nach talmudischen Quellen
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 12)
- Language
- German
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7L Wissenschaftliche Aufsätze. ist die Ueb er einstimmun g mit Josephus, welcher vom Effäer sagt ״er kann von keinem Andern Speise annehmen" (vgl. Skizze S. 446. 452). Einen Theil der Geheimlehre bildete also der Schem Hammesor. nach seiner seit der ältesten Zeit für heilig gehaltenen Aussprache^); und wahrscheinlich war auch die tiefere Ergründung, ob nur das einfache Sein (dvcn) von der Gottheit ausgesagt werden kann (diese also nur to 0V, wie Philo und Maimonides annehmen), oder ob ihr auch Attribute beigelegt werden können, Gegenstand dieser metaphysischen Forschungen. Auch den Pythagoräismus mit seinem den Zahlen zugestandenen Einfluß scheint der Essäismus in diesen Kreis gezogen zu haben; und so entwickelte sich allmälig der שם כן י״ב אותיות den man nur den Essenern in der Priesterschaft (לצנועים שבכהונה) übergab (Kidduschin 71*), und der שם בן מ״ב אותיות (das.)'). Vielleicht ist hierin auch die Angabe des Josephus, bei welchem ״die Namen der Engel" die Spitze des Essäismus bilden (Skizze S. 446 tz.2 zu Ende) wiederzufinden. Daß es eigentlich die Namen der Gottheit seien, wollte er, um zu keinem Mißverständnisse Anstoß zu geben, nicht sagen, oder wußte er, da er selbst nur Adept war (vgl. das. S. 457) nicht zu sagen. Man findet aber auch in der That Namen der Engel schon in früherer Zeit (Berachot 51 * und sonst), und in der galiläischen Periode besaßt sich vornämlich ein N. Simon Chasida mit ihnen* 1 2). Dieser R. Simon lebte in Galiläa 3 4), und ist hier die Benennung חסירא für Essäer zu nehmen^). 9) Schon die Septuaginta hat für das Tetragramm %vQ10g, also die heutige Aussprache der Juden für dasselbe. Auch Philo weiß, daß es ein nomen ineffabile ist. Vgl. Frankel ״Ueber den Einfluß der paläft. Exegese auf die alex. Hermeneulik" S. 26 ff. 1) Diese Namen sind verloren gegangen, und schon Nascht a. a. O. sagt ״sie find uns nicht erklärt": R. Hai spricht noch von einer Ueberlieferung. Vgl. auch Succa 45. — Unterzeichneter hat es schwer über' sich gewinnen können, Manches aus diesem geheimnißvollen Gebiete anzusühren und er verweist nur noch auf Berachot 7 a. Succa 45. 2) Joma 71 mit der Stelle im En-Jacob, die in unfern Talmudausgaben fehlen. 3) Jer. Berachot 6, 1 und Maaserot 1, 2 spricht der notorisch paläftin. R. Zona im Namen des R. Simon Chasida. Die Angabe des Ceder Haddorot, daß dieser R. Simon Schüler des babyl. Raba (רבא) gewesen sei, ist falsch; und sollte dies irgendwo im Talmud Vorkommen, so ist es ein Namensverstoß. Vll. Aehnliches bei Berachot.3*, wo bei der Davidsharfe R Simon Chas. angeführt wird, im j. T. Ber. 1, 1 wird R. Levi als der Autor genannt; und es wurde schon vor. Zahrg. S. 73 ff. und sonst bemerkt, daß bei Anführungen jer. Autoren der j. T. zuverlässiger, als der b. L. 4) Das Epithel חסיד , חסידא ist keineswegs durchgehends für ״Essäer^,