Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neueste Mittheilungen über eine Judengemeinde in China
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 4)
- Language
- German
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Eine Judengemeinde in China. 59 (unaussprechlich ist sein Name, denn Jehovah ist der Gott der Götter) dazu die Anmerkung: ,,This word Bichi, ^vliich we render inaffable, appears to be of Persian origin“ (״ das Wort Bi 6b!, welches wir unaussprechlich übersetzen, scheint persischen Ursprungs Zu fein")- .2 כי על כל מוצאם י הארס.ו * * ׳\״Vho!8 be that is above all outgoings? Eren. Jehovah, Jehovah the most high“ (d. h. wer ist das, der über alle Ausgänge ist? Er selbst Jehovah, Jehovah der Allerhöchste"). Zu den beiden Seiten des שמע ישראל 3 שמש קמין. dazu die Anmerkung: ״ Shemesh and Kamoa are the name of two angels“ (Schemesch und Kamon sind die Namen zweier Engel). Von diesen Inschriften ist die erste schon früher copirt worden und man hat statt des unverständlichen כי כי unter andern בין כי herausconjecturirt. Der jüdische Leser wird sogleich erkennen, daß dafür ganz einfach כרכו zu lesen ist, und daß Nr. 2 heißen soll כי על כל מוצא פי ה יחיה הארס (Deut. 8, 3), wobei die Abschreiber das Wort יחיה, für eine Wieder, holung des ה genommen. Bei dem Alter der Inschriften ist es kein Wunder, daß einzelne Buchstaben verwischt und unleserlich geworden und so wird auch für קמין wohl קמר (arab. Mond) zu lesen sein; wie wohl ich nicht weiß, was Sonne und Mond hier bedeuten sollen, so vertragen sich solche Abnormitäten ganz wohl mit dem Charakter der übrigen Inschriften, davon in dem Berichte des ersten Reisenden noch eine persische mit hebr. Buchstaben, in dem des Zweiten eine Menge chinesischer mitgetheilt werden, ein Gemisch der Confueius-Religion mit Daten aus chinesischer Geschichte und einigen biblischen Namen, das für den jüdischen Leser kaum irgend ein Interesse haben kann. So übergehe ich auch die aus frühern Berichten bekannte ausführliche Beschreibung der Verzierungen der aus mehreren Abtheilungen bestehenden und ziemlich umfangreichen Synagoge (vgl. Delitzsch a. a. £>.), und führe nur noch an, daß die in bürgerlicher und socialer Hinsicht tief gesunkenen unglücklichen Juden, der geringe Nest treuer Bekenner des einigen Gottes, die Wiederherstellung dieses zerstörten Tempels inbrünstig wünscheu, vor mehreren Jahren zu diesem Behufe eine Bittschrift an den Kaiser gesandt, bis jetzt keinen Bescheid erhalten und von Tage zu Tage darauf harren. Wenn nun — um auf das Eingangs.-erwähnte Mscr. zurück zu kommen — die übrigen Pentateuchrollen der ähnlich sind, welche die chinesische Missionsgesellschast dem British Museum zum Ge- 5 *