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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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476 Reeensionen und Anzeigen. und Psalmen erhält, um diese aus eigener Anschauung und nicht blos aus einem Räsonnement des Lehrers kennen zu lernen. Dem Mädchen aber soll das biblische Geschichtsbuch den ganzen Komplex der Geschichte und Religion geben, und dies wird durch die Verbindung des Geschichts- und Religionsunterrichts, wie dies in der Büdingerschen Bibel geschieht, besser als durch ein besonderes Religionsbuch erzielt. Hierzu wären z. B. die Cap. 22 und 23 aus dem 2. B. Mos. mit einiger Weglassung, Cap. 19 u. s. w. im 3. B. Mos., der größte Theil des 6ten Buckies geeignet. Bei Erwähnung des Begräbnisses der Sarah gibt es Gelegenheit über die Ehre, die man den Todten erweisen soll גמילות הסרים und הלוית חמת, bei der Erzählung von den drei Engeln bei Abraham über הכנסת אורחים, bei den Erzvätern, die überall Altäre dem Herrn errichten, über Gebet und BeLhäuser zu sprechen und so sinden sich viel Anknüpfungspunkte, um gerade die Tugenden und die Insiitutionen hervorzuheben, die besonders im Judenthume als Charakleristisches hervortreten. Doch können wir daraus dem Vers, keinen Vorwurf machen, der es nur beabsichtigt hat, die Geschichte im Geiste der Religion darzustellen. Dagegen wissen wir dem Hrn. Verf. Dank für seine verständige Auswahl, wobei Manches ausgelassen wurde, was uns in andern bibl. Geschichten für die Jugend anstößig erschien, wie die Geschichte in Sam. 1, 37—46. Wir brauchen dem Einsichtigen das Anstößige in dieser Erzählung nicht näher zu bezeichnen. Muß das Kind hier nicht gleich fragen: War Gott wirklich erzürnt über Jonath., der ohne Wissen gegen den übereilten Spruch seines Vaters gehandelt? Und was hat der Priester bezweckt? Und -wird nicht der Priester hier vom Volke beschämt? Diese Stelle bedarf jedenfalls besonderer Erlauterung, und was deren bedürftig ist, darf in keinem Buche für die unbefangene Jugend stehen. Da uns dieses Buch außerdem manche originelle Deutung der Worte und Auffassung der Erzählungen der h. Schrift bietet, so sei es uns gestattet, als Zeichen der Würdigung über manche derselben, in der Ordnung, wie wir sie fanden, unsre Ansicht zu sagen. 1. Sam. 8 wird der Name pp ״Erwerb" erklärt, ״weil Eva durch Kain ihren Mann (איש), kes ihr wegen der durch sie verschuldeten Verbannung gram geworden wäre, wieder gewann. Da aber bei dieser Erklärung das את״ר nur noch schwieriger wird, ferner אשי stehen müßte und außerdem die Prämisse nicht in der Bibel angedeutet ist, so scheint uns die herkömmliche Uebersetzung vorzüglicher. Beim Babyl. Thurmbau (S. 14) heißt es: ״Er verwirrte ihre Sprache, d. h. er schickte den Geist der Uneinigkeit unter sie." Diese Erklärung thut den Worten אשר לא ישמעו u. s. w. großen Zwang an, so wie auch der Zusammenhang für die gewöhnliche Auffassung spricht. In der Geschichte von

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