Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 12 (September 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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468 Recenfionen und Anzeigen» telbar darauf ר' יורן נשייא), und so auch im b. T. an den bezüglichen Stellen (oder für 4(הנשיא). Diese Stelle hat aber überhaupt viel Schwieriges. Es wird im j. T. das. erzählt, daß N. Simlai nach Babylon gekommen und verkündet habe, daß שמן של נכרים erlaubt sei. Rab wollte diesem nicht Folge geben, worauf Samuel sagte, er erkläre ihn für einen זקן ממרא; und als Rab einwendete, er traue dem R. Simlai nicht, so antwortete ihm Samuel, er habe es nicht in seinem Namen gesagt, sondern בשם ד י\דן נשייא (es wird selbst nicht 'זבי' דיני hinzugefügt). Und Nab habe sich vor der Autontät des N. Inda II. demüthigen müssen? —- Ferner ist unter diesen בגי מקומות das ורבותינו התירוה לינשא das schon in Samuels Tagen als Beraita (ותני עלה) in Babylon angeführt wird und die schon derselbe mit בי דינא רשרי משתא erklärt. Wie ist hier in der Zeit Alles fast unbegreiflich aneinander gedrängt, wenn dieses auf N. Juda II. bezogen wird! Fast scheint die Meinung der Tosafot Aboda Sar. 36, so gezwungen auch Manches in ihr scheint, die annehmbare. — Wenn ferner Herr G. darüber klagt, daß man nicht genügend erkennt, welche scharf markirte hervorragende Persönlichkeit dieser 9t. Juda II. gewesen, so vermag Res. ohne נוגע בכבודן של ראשונים zu sein diese Eminenz nicht aufzufinden. Daß R. Inda II. von den Zeitgenossen gerade nicht sehr geschätzt wurde beweiset b. Baba Batra lila, wo von ihm sogar gesagt wird, לית דין צבי למילף, ferner j. Synhedrin 6. 2 zu Ende. Doch wir wollen hiervon absehen und uns über- Haupt an Aeußerlichkeiten, ob er hier und dort Rabbi genannt werde nicht halten, sondern die Frage wissenschaftlich erörtern: welche tiefsinnige Halacha, welche scharfsinnige Erklärung, welche zu einer weiteren Discussion Veranlassung gebende Meinung ist von N. Juda II. ausgegangen, an welcher Spitze einer Disquisition (שימה) stehet er? Stellen wir ihn neben לוי ר״יבל, ר' חנינא, ר״י, ר״ל וכר und fragen, ob er dann wirklich neben diesen als eine scharf markirte, hervorragende Persönlichkeit erscheine? Die Wissenschaft hat doch wohl auch neben äußerlichen Argumenten ihr Recht! — Es ist aber übrigens die Benennung Rabbi, auch wenn sie im j. T. für N. Juda II. vorkäme, von keinem Gewichte; man gab ihm diesen Titel weil er Nasi war: wird doch auch N. Juda III. Rabbeau genannt (Bar. rab. Toldot Ende der ersten Parascha). Im Lab. T. mag lhn auch etwa sein מפטיר כנסיות oder sonstiger Diener mit diesem Namen benennen: sonst ist aber unter Rabbi nur R. Jehuda 4) Im Gegentheile scheint Jebamot 115 b לד׳ י הנשיא zu lesen zu sein. vgl. Pesachim 103, wo אבוד! ושמואל zu Nabbi schickt. Und daß hier N. Juda I. (wie überhaupt allenthalben unter Nabbi) zu verstehen sei, beweiset das dortige ד ישמעאל בר׳ יוסי.