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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Reeensionen und Anzeigen. 463 auch hier sich viele Schwierigkeiten darbieten. Der פולמוס של קיטום (wie Herr G. liest) muß sehr wichtig gewesen sein, da man als Trauerzeichen das Tragen der INI עיר של verboten hat: warum in den Talmüden und Midraschim nirgends eine Erzählung dieses Krieges? Ein Krieg Trajans wird j. T. Tanait 6. 4 und Midrasch Echa V. קלים היו gedacht: über einen nach Trajans Tode ausgebrochenen Aufstand jedoch, der durch Qnietus mit vielem Blutvergießen verbunden war, weiß keine jüd. Quelle Näheres. Und ist unter dem Kriege Trajans des Midrasch der Polemos des Quietus durch die nahe Aufeinanderfolge mitbegriffen, warum führt er den Namen סולמי של קיטום, und nicht פולמוס של טריינוס? — Und dieser Aufstand soll nach Herrn G. friedlich geendigt haben, und dennoch hat man zum Andenken an ihn die עיר של והב verboten, ihn also als epochemachend betrachtet, welches mit einer friedlichen Beilegung kaum in Einklang zu bringen! Auch das נ״ב שנח עשת ביתתר לאחר חרבן הביה bleibt nach Herrn G. sehr schwierig. Abgesehen von der nicht befriedigenden Erklärung עשה bedeute ״blühen" (S. 393), so liegt hierin viel Unwahrscheinliches, daß das Aufblühen Bethars gerade in das Ende des Polemos fallen sollte. Mag auch Hadrian im Anfänge seiner Negierung die friedfertigsten Gesinnungen gehabt haben, so wäre doch gegen jede gesunde Politik gefehlt gewesen in einer Provinz in der erst eben ein blutiger Ausstand kaum beschwichtigt worden, das Aufblühen einer mächtigen Stadt ruhig mit anzusehen. Noms Staatskunst wußte selbst bei mit ihm verbündeten Völkern Alles was zu einem Widerstande einst aufmuntern konnte zu hintertreiben, geschweige daß es in einer ihm unterworfenen Provinz, die eben ihren Willen das römische Joch abzuschütteln gezeigt hatte, ein solches Aufblühen würde zugegeben haben. —Erwähnen wollen wir yoch, daß die Behauptung, auch Hadrian habe Befehl zum Ausbaue des Tempels gegeben (wie Herr G. nach Herrn 9t. behauptet), noch der vollständigen Begründung bedarf. In den Talmuden keine Erwähnung hiervon: und in solchem wichtigen Falle ist Stillschweigen ein Beweis. Auch in den Midraschim nirgends eine Andeutung bis auf Beresch. rab. 64): hier aber so abgerissen, so unvermuthet hereingeworfen, und noch dazu in so auffallender Weise, daß mancher Zweifel angeregt wird. Wohl bringt der Midrasch äsopische (und mitunter sogar mythologische vgl. Schemot rab. zu V. החורש חוה von dem Tode des Okeanos) Fabeln zur Erklärung eines bibt. Verses oder zur Anlehnung an einen bibl. V.; man zeige aber noch eine Stelle wo eine Fabel ein משל ganz allein, ohne Beziehung zu der Schrift gebracht wird: und dieses überdieß aus dem Munde eines großen Lehrer הנניא p ד יהושע, der ארכילפטוקוס דאורייתא genannt wird, und das Volk mit dieser ohne irgend einen religiösen

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