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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Galerie angesehener für den Glauben rc. 455 christlichen Priester holen und fragte ihn, welcher Glaube der bessere, der israelitische oder der iSmaelitische. Der Priester antwortete: wisse, daß es keinen Glauben gibt wie den Israels. Der Ewige wählte es aus ans allen Nationen, that Wunder an ihnen, führte sie durch das Meer n. s. w.; als sie gegen ihn sündigten, da zürnte er über sie, zerstreute sie nach allen Winden u. s. w. Hierauf schickte der König nach dem ismaelitischen Alkani«), und fragte ihn, welcher Glanbe der bessere, der von Israel oder der von Edom. Der Alkani gab ebenfalls dem Gesetze Israels den Vorzug. Der Kö« nig ließ nun hierauf sein ganzes Volk versammeln, richtete in dessen Gegenwart nochmals an den Priester und an den Alkani die obigen Fragen: und als sie die gestrigen Antworten wiederholten, sprach er: Ihr habet nun bekannt, daß Israels Glauben der bessere sei: ihn habe ich erwählt und der Allmächtige wird in meiner Hülfe sein. Der König und seine Diener beschnitten sich hieraus, und er ließ einen der Weisen Israels kommen, der ihm die Lehre und alle Gebote erklärte; ״und bis jetzt hängen wir, schreibt der königliche Briefsteller, dem geehrten und wahrhaften Glauben an. Gelobt sei der Name des Herrn in Ewigkeit!" Nach diesen Ereignissen stand ein König von seinen Enkeln, Namens Obadin auf: ein gerechter und frommer Mann: er erneuerte die Lehre, und bauete Synagogen und Schulen, rief viele Gelehrte herbei und ließ sich die 24 Bücher (der Schrift) Mischna und Talmud erklären. Hieraus kam sein Sohn Ehiskia, hierauf dessen Sohn Manasche n. s. w., hierauf Aaron, hierauf ״ich Joseph, der Sohn Aarons." — Der Brief fährt nun fort mit einer Beschreibung des Landes der Ehazaren und schließt mit dem Gebete, der Gott Israels möge die Prophezeiung Daniels in Er« füllung gehen lassen und die Erlösung bald herbeisühren. Wir haben schon oben erwähnt, daß über die Echtheit dieses Briefes kein Zweifel obwaltet. Arabische Schriftsteller erzählen ebenfalls dieses Factum und fast ganz in derselben Weises. Man er- 6) Cassel a, a. O. weiß, daß zu lesen sei Alkvsi. 7) Defremery Fragments de geographes et d’hsitoriens arabes et persans inSdits relatif aux anciens peuples du Caucase (Journal asialique T. 13. Serie 4. p. 470) gibt einen aus Masudc entlehnten Bericht des Al-Bekri, lebte im 10. Jahrh., über die Bekehrung der Chazaren. ״Folgendes war die Ursache daß der König der Chazaren sich zum Judenthum bekannte (denn er war früher Götzendiener). Er wurde Christ, aber er erkannte die Fehler feines neuen Glaubens, und besprach sich hierüber mit einem ׳seiner Hauptleute. Dieser sagte ihm: Die Völker, die, Herrn der Bücher, sind o König Drei an Zahl. Schicke zu ihnen Abgesandte, untersuche ihre Lehren, und behalte jene die für

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