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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Galerie angesehener für den Glauben rc. 453 gehört, daß es ein jüdisches Reich gäbe, Alchaze genannt: und es hatte die Gesandtschaft des byzantinischen Kaisers 0) diese Nachricht bestätigt. Er gedachte einen Abgeordneten über Constantinopcl nach dem Chazarenlande zu senden. Der byzantinische Kaiser nahm den Mann srcundlich aus, erklärte ihm aber nach einiger Zeit, daß er von Constantinopcl aus, weder zu Lande, da die anwohnenden Völker im Krieg begriffen, noch zu Meere, da die See so stürmisch, zu den Chazaren werde gelangen können. Chasdai wollte hierauf versuchen über Jerusalem einen Brief an den Chazarenkönig zu senden; in der Zwischenzeit war jedoch eine Gesandtschaft dcS Königs der GibUm*) zu Cordna angelangt, bei der sich zwei Inden befanden, die die sichere Besorgung des Brieses versprachen. Das Schreiben ChaSdai's ist von der Glaubenswärme durchglühet, die durch alle Handlungen dieses Mannes bricht und seine Lebensthatigkeit erhöhet 2). Er beginnt mit einem Gedichte und einem Acrostichonף, in welchem die Leiden Israels und seine großen Hoffnungen geschildert sind. Hierauf wird von Andalusien, seiner Lage, seinem Reichthum und von dem gegenwärtig regierenden Abd-el-Rahman erzählt. Zu ihm kommen die Könige mit Geschenken: unter diesen der deutsche König, der König der Gablim, das ist Skalab sSclavonien), der König Costantine's (Constantinopels) und Andere. ״Durch mich gehen ihre Geschenke, und durch mich die Erwiederung. Meine Lippen ströme» Lob dem Gotte der Himmel, der mir seine Gnade nicht ob meiner Frömmigkeit sondern nach seinem großen Erbarmen zugeneigt hat." Durch diese Fremden ist die Nachricht von dem jüdischen Chazarenreiche gekommen: möge nur der König hierüber seinem Diener eine ausführliche Auskunft mitthcilen lassen. Es wird den durch Schwert und Feuer und Wasser Gegangenen und nur in kleiner Anzahl Uebriggebliedenen zu großer Beruhigung sein, wenn sie den Schmähungen, daß jedes Volk sein Reich, sie aber kein Andenken auf Erden haben, diesen König und seine Herrschaft entgegensetzen können. Das Schreiben schließt mit einem innigen Wunsche für das Heil des Königs unter Israel. S) Die obengcdachte Gesandtschaft dds Romanus II. 1) Diese Giblim werden weiter erklärt als Sclavonier. S. Cassel (Zeitschr. für Geschichte Th. 6. S. 573. Magyarische Alterthümcr S. 188) vcrmuthet daß hier die Granaten gemeint seien. 8) Dieser Brief ist übersetzt und erläutert von Zedner in dessen ״Auswahl aus historischen Stücken aus hebr. Schriftstellern vom 8. Jahrh. bis ans die Gegenwart". 3) Das Acrostichon ist:אני הםדאי בר יצחק בד עזרא בר שפרוט.

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