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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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452 Galerie angesehener für den Glauben ec. Jüngern der Wissenschaft. Er selbst ragte auch in reichem Wissen und in Dichtkunst hervor, so bezeugen es verschiedene Zeitgenossen: und er beförderte Studium und Forschung, indem er aus Snra, dem damaligen Sitze talmudischer Gelehrsamkeit in Babylon, für reiche Schatze Bücher herbciholen ließ. Auch der Mund des arabischen Autors Al-Ocnibia verkündet, wie wir oben vernahmen, diese Liberalität Chasdai's und scheint sie ihm zu nicht geringem Verdienste anzurechnen«). An Chasdai's Namen knüpft sich noch ein hohes geschichtliches Moment, das schon an sich seinem Andenken Unvergeßlichkeit sichert. Durch seine einflußreiche Stellung am Hofe Abd-el-Rahmans und seine Anhänglichkeit an den Glauben, trat er in Briefwechsel mit dem Könige der Chazaren, von dem er vernommen, daß er und sein Volk Bekenner des jüdischen Glaubens seien. Das Schreiben Chasdai's und die Antwort des Chazarenkönigs, der sich Joseph nennt, sind gewöhnlich dem Bnche Cosri von R. Jchuda Halewi vorgedruckt^); eine superkluge Kritik wollte hierin nur ein jüdisches Mährchen erkennen: die Forschungen »euerer und neuester Zeit haben jeden Zweifel an der Authentieität dieser Briese und des in ihnen erzählten Factums verscheucht. ״Man muß erstaunen, erklärt ein berühmter französischer Geograph * * * * 7 8), über die Uebereinstimmung zwischen dem Briese des Königs Joseph und den in unseren Tagen veröffentlichten Berichten arabischer Zeitgenossen. Die Aehulichkeit zeigt sich sowohl in dem allgemeinen Charakter als in den Einzeln- Heiken der Facta. Ebenso bemerken wir in dem Briefe des Rabbiners aus Cordua (Chasdai) geographische Einzeknheiten, die uns nicht geringer entscheidend erscheinen." In diesen Briefen ist das alleinige Monument der Chazarengeschichte aufbewahrt. Volk und Reich der Chazaren, an den Ufern der Wolga einst ihre Macht weit ausbreitend, sind spurlos verschwunden: durch diese Documente lebt ihr Andenken und ist ihnen geschichtliche Dauer gesichert. Lhasdai hatte, wie er in seinem Schreiben sagt, von verschiedenen nach Cordua kommenden Fremden genommen, bezeugen N. Abr. b. David (Ende Sefer Haccabala) und Moses Ben Esra (bei Munk ktotiee sur Abou! Waliil p. 77. Anmerk.) 0) Die berühmte Michael'sche Bibliothek mußte nach Oxford wandern welche Chasdai trägt unsere Zeit! 7) Jehuda Halewi faßte sein berühmtes Werk, welches die Wahrhaftigkeit der Ojsenbarung beweisen soll, in Dialogen zwischen den Chazarenkönlg und einem jüdischen Gelehrten ab. Es ist begründet auf die Thatsrche der Bekehrung des Königs. 8) Vielen!10 8l, Martin in den Nouvelles Annales des Voyages. Juillet p. 18.

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