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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Galerie angesehener skr den Glaube» re. 451 auswärts seinem Helden zuströmenden Ruhm ״Völker erzittern, Nationen erbeben, Könige erschrecken u. s. w." Dieses Lob macht uns um so gewichtiger, was in den darauffolgenden Strophen, in denen der Richter sich nach innen wendet, verkündet wird. ״Er vertritt sein Volk gegen dessen Feinde". Diese mochten den Juden in manchem fanatischen Muselmann entstehen: und wenn die Juden in Dichtkunst und Wissenschaften hervorragend, bei den Fürsten und Gebildeten in Ansehen waren, so scheint die Menge doch keines« wegs eine völlig freundliche Gesinnung — wie dieses kaum nach den Lehren des Islams denkbar — gegen sie gehegt zu haben, und auch manche Vornehme hatten in dieser Hinsicht sich nicht über den Pöbel erhoben ^). Ehasdai ließ kein hartes Edict gegen sein Volk auskominen, trat für dasselbe kräftig in die Schranken. Und weil er bei seiner hoben Stellung nicht minder seinem Volke angehört, darum ist er ihrem Lehrer ein Freund^), den Armen ein Vater: er begünstigt Dichterä), und ist Hülfe und Licht den Männern und 3) Chasdai war der eigentliche Vertreter und Schützer seines Volkes: er nützte sein Ansehen, um ״Israels Horn zu erheben". Daß die Juden viele und sogar mächtige Feinde hatten, beweisen die Worte Menachems in seinem an Chasdai gerichteten Gedichte: ״Wenden seine (ChaSdai's) Schritte sich auf den Weg ... so herrschen die Uebermüthigen über die Vereinzelten (Israel) und sie sind gleich Knechten, gekauft und verkauft: und die Mächtigen werden stolz und die Dränger bleiben . .. ihr Gut, Eigenthum und Vermögen zu verschlingen ... und Alles ist bestürzt, denn ihr Schutz (Chasdai) ist gewichen, der erleichterte ihr Joch, der Großen und der Kleinen. Die Lage der Juden im maurischen Spanien war günstig, wenn ihnen ein kräftiger Fürst günstig, war aber drückend, wenn ein schwacher oder ihnen abgeneigter Fürst den Thron einnahm. Und die Behauptung Munk's (a. a. O.) scheint gegründet, daß die Juden auch im moslemitischen Spanien nicht ganz vor'Verfolgung oder Herabwürdigung sicher gewesen seien. 4) F. Luzzato führt zwei Lesearten an: eine לרבם הוא חבר ועל פשעו עובר; die andere nach einem Leydner Mlct: לרבים הוא חבר ועל פשעים עובר. Die Leseart לרבם ist dem לרבים, welches hier sehr schwach, vorzuziehen. לרבם חוא חבר hat seine gewichtige Bedeutung, da er dem 9t. Chanoch anhing. Hier ist also die gewöhnliche Leseart die richtige; hingegen scheint in dem andern die Leydner besser: ועל פשעים עובר (und nicht פשעו). Obschon Anhänger des Lebrers (N. Chanoch) vergibt er doch Vergehen, Jenen nämlich die auf der andern Seite als Gegner N. Chanoch's standen. 5) Er wird Haupt der Akademie (ראש הבלח) bei Dunasch, הדיין und הנשיא הגרול bei Vielen, גבור בתועדה ותורה החפורה bei Menachem genannt. (הריין ist nicht, wie Manche anzunehmen scheinen, ״der vom König gesetzte Richter der Juden" sondern ein Ehrentitel für einen hervorragenden Gelehrten. So bezeichnet Rambam zu Ende seines Mischnacommeutars seine Genealogie mit הריין, und so ist er auch an anderen Stellen wahrzunehmen. Daß erst durch Chasdai die Dichtkunst urile-r den spanischen Juden ihren Aufschwung

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