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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-09-01 · Heft 12 (September 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 12 (September 1852)
Article
Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
Date
1852-09-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Galerie angesehener für den Glauben re. 449 der Seite des R. Chanoch, und mit Recht wird vermuthet, daß er auch seinen Antheil an der Erhebung des Vaters hatte. Erzählt doch selbst ein arabischer Schriftsteller, wie lebhaft Ehasdai sich an den religiösen Interessen seines Volkes betheiligtc, und wie thätig er sich für Verbreitung und Beförderung der Wissenschaft erwies! ״Ehasdai ben Jsak, so berichtet Jbn-Abi-Ocimbia, in der Heilkunst bewandert, war im Dienste Al-Hakcms, Sohnes des Abdel-Rahman, genannt Al-Nasir-Ledin-Allah. ChaSdai ben Jsak nahm unter den jüdischen Gelehrten den ersten Rang in der Kenntuiß ihres Gesetzes ein. Er war der Erste, der der jüdischen Bevölkcrung Andalusiens die Thore ihrer Keuntuiß in der religiösen Rechtslehre, Chronologie u. s. w. öffnete. Vorher mußten sie sich in ihren Ncligionsangelegenhciten an die Juden in Bagdad wenden, von daher sich kommen lassen die Berechnung der Jahre, um das Verhältniß ihres Kalenders und die Jahresanfänge zu kennen. Als aber Chasdai bei Alhakem angestellt wurde und eine sehr hohe Stellung bei ihm erhalten hatte, gelangte er dazu, sich Alles, was er an Büchern wünschte, von den Juden des Orients zu verschaffen. Seitdem wußten die Juden Andalusiens, was sie vorher nicht gewußt, und waren der Mühe, die sie sich vorher gaben, überhoben" * * 8). Der arabische Schriftsteller concentrirt zwar hier die großen Vorgange der Zeit dcS Chasdai in dessen Person; denn daß die Kenntniß der Rcligionslehre sich in Andalusien verbreitete und die Juden Spaniens nicht mehr der Aushilfe Bagdad'S. bedurften, war das Werk des R. Moses; aber der Erzählung liegt wohl die Thatsache zu Grunde, daß Chasdai das Streben des R. Moses eifrig förderte: er der Hochgestellte und Angesehene am Hofe großer Fürsten, nicht nur nicht gleichgültig den geistigen Bewegungen der Zeit zusah, sondern an ihnen selbst den lebhaftesten Antheil nahm, für Lehre und deren Verbreitung lebte, mit dem ganzen Gewichte seines Ansehens für sie in die Schranken trat, und für sie zu wirken nicht für minder ehrenvoll hielt als an die Seite der Fürsten zu treten und mit ihrem Vertrauen beschenkt, die wichtigsten Staatsgeschäfte zu besorgen. So waren die früheren Großen, die bei äußerer Größe dennoch in Israel standen! Zu Chasdai dem Gönner und Freund der Wissenschaft strömten viele wissenschaftliche Männer, unter denen zumeist hervorzuheben: die berühmten Grammatiker und Philologen Menachem rel. Interessen des Judenth. 3. Jahrgang S. •4,22 ff. lieber Ben Abitur vgl. Sachs die rel. Poesie der Juden. S. 243 ff. 8) Vgl. Munk Philosophie der Juden übersetzt von B. Beer. S. 102.

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