Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 12 (September 1852)
- Article
- Galerie angesehener für Glauben und Glaubensgenossen wirkender Juden
- Date
- 1852-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Galerie angesehener für den Glauben ec. 447 geordneten einen Juden Namens HaSdeu, einen Mann, von dem die llnserige» bezeugten, daß sie noch nie einen Verständigern gesehen oder gehört hätten und er sollte sie über Alles genau defragen" •*). Aber noch mehr tritt Chasdai's Stellung in einem seinem Fürsten in einer wichtigen Angelegenheit gelcisteteten Dienst hervor, der ihn als einen der ersten und einflußreichsten Staatsbeamten zeigt. Die Herrschaft der Omajadischen Kalifen in Spanien war lange von inneren Feinden bedroht. Die Söhne Harfuns hatten sich gegen sie empört und sich mit Hülfe der christlichen Könige von Leon und Navarra fast der Hälfte des arabischen Spaniens bemächtigt. Erst nach großen Anstrengungen war es Abd-el-Nahman im I. 927 gelungen, die Rebellen vollständig zu besiegen und den Heerd der Einpöcung, Toledo, zu erobern. Doch glimmte auch dann noch der Widerstand fort, der durch die Herrscher Leons und Navarras genährt wurde. Aber ein neues Ereigniß trat in Leon selbst ein. Sancho, Sohn Raums l!. Königs von Leon, machte bei dem Tode des Vaters seinem Bruder Orduno 111. die Krone streitig, mußte sich aber flüchten. Nach dem Tode Orduno'S — 955 — kam er zurück, wurde aber bald von den Großen des Reiches verjagt. Abd-el-Rahman beschloß diese inneren Zwiste zu benutzen, und bot durch Chasdai dem Sancho feine Hülfe an. Es gelang auch Chasdai den Sancho nebst seiner Großmutter, Donna Tota nach Cordua zu bringen. Hier schloß Sancho einen Bund mit Abd-el-Rahman, der ein Heer, das Chasdai begleitete, mit Sancho nach Leon schickte. Chasdai gelang es, die Aufrührer mit Sancho auszusöhnen, der nun wieder Besitz von seinem väterlichen Reiche nahm, dem Abd-el-Rahman aber einige Festungen abtrat und den arabischen Aufrührern jeden Schutz entzog. Dieses ereignete sich im I. 958—959 und war das Werk Chasdai's °). Sein Ansehen behauptete sich auch unter Alhakem, dem seinen Vater in der Liebe zu den Wissenschaften noch übertreffenden Kalifen, unter dessen Negierung er gestorben sein soll °). Nach den äußeren Umrissen dieses durch seine Stellung her- 4) El. primo quidem Jtulaenm quemdam cui nomen Hasden, quo neminem tinquam pnulentiorcm 86 vidisse aut andissc noslri testali snrit, ad cos misit, qui de omnibus ab eis ipsis perilus exploraret. Perlz Monumcnta Germaniae antiqua T. 4. p. 371. 5) So hat es Luzzato a. a. D. S. 38—55. scharfsinnig ermittelt. 6) So nach Munk a. a. D. S. 63. Luzzato S. 57. setzt den Tod Chasdai's in das Jahr 990. Die Meinung Munk'S scheint die richtigere.